Fanatisch

Das Buch ist einigermaßen spannend geschrieben, keine Frage. Es geht um sechs Mädchen die zeitgleich entführt werden, nach sechs Tagen wieder freigelassen werden und dann sechs Tage lang schweigen. Dazu waren bei ihrer Freilassung alle Mädchen gleich angezogen, alle hatten eine Verletzung an der Hand, die wiederum gut versorgt worden war. Was es damit auf sich hat klärt sich, natürlich, gegen Ende des Buches.
Das Buch ist spannend geschrieben, kurzweilig und trotzdem fehlt einem teilweise die Tiefe der Geschichte. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass dem mir zugesandten Exemplar ein, zwei Seiten fehlten. So kamen mir nachher die entsprechenden Erklärungen/Auflösungen einfach zu kurz. Man weiß zwar, wer daran beteiligt war aber warum und wie, das fehlt irgendwie. Da das Buch jedoch durchgängig nummeriert war, scheine ich hier etwas nicht verstanden zu haben… Schade.

Die Herzen der Männer

Mal ein ganz anderes Buch, als das, was ich sonst lese. Aber vielleicht gerade deshalb schön.

Es handelt sich um eine Geschichte, die sich über 57 Jahre hinzieht. Muss doch auf den ersten Blick langweilig sein. Aber das ist sie nicht. Nur wenn man die Geschichte eines Menschen kennt, kann man sein Verhalten auch einordnen, bzw. verstehen. Also zur Geschichte: Nelson hatte als Kind keine Freunde. Oder doch, vielleicht einen. Das ist nicht viel, verbindet die Beiden jedoch Ihr Leben lang. Und so lernen wir im Laufe der Geschichte nicht nur Nelson und Jonathan kennen, sondern auch die Nachfahren Trevor und Thomas. Und immer wieder dreht es sich um Regelmäßigkeiten, Verlässlichkeit. Und das füreinander einstehen. Und das ist nicht immer einfach. Aber wenn man sich nicht auf Freunde verlassen kann – auf wen denn dann?

Ein schönes Buch, es fließt wie ein langsamer Strom. Manche Dinge kann man voraussehen. Und man möchte den jeweiligen Protagonisten eine Warnung zurufen. Was natürlich leider nicht möglich ist…. Und so tritt es dann trotzdem ein.

Ein schönes Buch. Und es macht nachdenklich. Nachdenklich über die wichtigen Dinge des Lebens… Freundschaft zum Beispiel. Und vielleicht denkt man nach der Lektüre doch das eine oder andere mal anders oder zumindest nach…

 

Die Vergessenen und Totengrab

 

Die Vergessenen fängt an wie ein „normaler“ Krimi. Aber schnell stellt sich heraus, es geht um mehr. Es geht um Verbrechen die im zweiten Weltkrieg in Nazi-Deutschland geschahen. Die aber nicht alle geahndet wurden. Und um Menschen, die sich nach dem Krieg ein „normales“ Leben aufgebaut haben, sich entsprechende Reputationen erschaffen haben und diese nun ungern wieder verlieren wollen. Im Gegenteil, die diese schützen wollen. Natürlich nur aus guten, doch nachvollziehbaren Gründen. Denn was kann die eigene Familie, die Firma, die Nachfahren dafür?
Aber kann das funktionieren? Kann man ein normales Leben (wie wohl die meisten Menschen in Deutschland) leben und gleichzeitig das Wissen über die eigenen Taten in der Vergangenheit unterdrücken? Und können auch gute Taten in einem späteren Leben schreckliche Verbrechen vor vielen Jahren dann in „Gutes“ oder zumindest „nicht ganz so schlimmes“ umwandeln? Dieses Buch regt zum nachdenken an. Und dabei ist es noch ein super spannender Krimi… Ein absoluter Pageturner!

 

Um etwas anderes geht es in Totengrab. Vorab schon einmal: Leider gibt es das Buch nur als e-Book. Bei mir schon immer ein kleiner Punktabzug. Ich habe einfach zu gern ein Buch in der Hand…


Aber egal, das Buch war spannend, das hatte zuvor bereits die Leseprobe „verraten“. Der im Falle eines Selbstmords eines Jugendlichen ermittelnde Kommissar ist privat vom Verlust seines Kindes schwer gezeichnet, seine Probleme übertragen sich zwangsläufig auch auf seine Arbeit, spielen in seine Fälle hinein. Und dann noch das, auf dem Handy des jugendlichen Selbstmörders ist nur eine Nummer gespeichert. Seine, also die des Kommissars. Wie kommt seine Nummer dahin? Aufgrund seiner schon erwähnten Probleme gerät der Ermittler zuerst mit in den Kreis der Verdächtigen hinein. Seine Ermittlungen bringen lange keine Fortschritte, er scheint sich im Kreis zu drehen.
Wie gesagt, „nur“ ein e-book, aber spannend und empfehlenswert. Mir hat das Lesen Spaß gemacht. Ich hoffe, Euch auch.

Eine Gemeinschaftsproduktion

Eine, und ich glaube die erste gemeinsame, Buchproduktion von Stephen King und seinem Sohn Owen. Und ich muss sagen: Gelungen.  Das Buch: ein echter King. Die ersten Seiten sind nur gefüllt mit den Protagonisten. Wer, wie alt, wo, was. Und dann geht es los. Wie zu besten Stephen King Zeiten. Gaaanz langsam. Erst mal ein paar Leute kennen lernen. Und dann, schon nach wenigen Seiten, nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Nach wie vor frage ich mich ja, wie schreibt man zu zweit ein Buch? (Ich weiß ja nicht einmal, wie man es alleine macht) Und hier? Man kann nicht sagen, wer hat was geschrieben. Schreibt jeder ein Kapitel oder sitzt man zusammen, entwirft die Story und die Personen usw. und einer von Beiden macht dann eine Geschichte draus? Also, keine Ahnung. Aber man hat keine Brüche in der Geschichte, es ist alles stimmig. Und für jemanden wie mich, der vermutlich 99% aller King Bücher und Geschichten gelesen hat, eben ein echter King. Und wenn es so sein sollte, der der „alte“ King hier sein Erbe vorbereitet, bzw. dem Sohn den Weg bereitet, damit er nachher weiter schreiben kann: dann meinen großen Respekt. Ich habe bisher von Owen nur einige Kurzgeschichten gelesen, die haben mir allerdings nicht allzu gut gefallen. (Das trifft aber auch auf viele Kurzgeschichten von seinem Vater zu, bin wahrscheinlich eher nicht so der Kurzgeschichten-Typ)

Bei den Sleeping Beauties erwarten einen 960 Seiten und ich für mich kann nur sagen: ich liebe solche dicken Wälzer. Also, wer gern King liest, ab in die Buchhandlung um die Ecke. (Denkt dran: Nicht immer den einfachsten Weg, also Internet-Bestellung, wählen!)

Die ersten Kilometer…

nach nun vier Wochen und den ersten etwas mehr als Zweitausend Kilometern hier ein erster kleiner Zwischenbericht über den „Dicken“.

Am 28.10. haben wir ihn im Audi-Zentrum in Empfang nehmen dürfen. Und wenn ich vorher gesagt habe, unser „Idefix“ war eigentlich noch wie neu, dann ist das sicherlich korrekt. Aber in den zwölf Jahren zwischen Oktober 2004 und September 2016, also den Baujahren der beiden Audis, ist schon was passiert. Puuh.

Und so stelle ich mir heute die Frage: warum wird ein A6 „nur“ als Obere Mittelklasse eingestuft? Ganz ehrlich, ich bin viele Kilometer jeweils den VW Phaeton gefahren, den Audi A8, den BMW 750i und 850i, dazu verschiedene Mercedes Modelle: E-Klasse, S-Klasse, GLE usw. Und es gibt reichlich Oberklasse-Modelle, die sind schlechter ausgestattet als unser. (Na klar, besser geht immer…)

Der Dicke

Auf jeden Fall ist es ein Genuss mit dem Dicken über die Straßen zu gleiten, allein mit dem Wissen im Hinterkopf, wenn ich will könnte ich die meisten Autos überholen, bzw. stehen lassen. Es gibt ja reichlich Leute, die einem das immer zeigen müssen (besonders im Berufsverkehr immer wieder zu beobachten), aber da kann ich immer nur schmunzeln. Dazu der lange Radstand, der für eine tolle Straßenlage sorgt, der Quattro-Antrieb, der den Wagen wie auf Schienen um die Ecken bringt…

Wie gesagt, hier ist es wirklich ein gleiten, die Gangwechsel der 7-Gang-Automatik hört und spürt man nicht (wenn man sich „normal“ im Verkehr bewegt), Geräusche von draußen dringen auch nur gedämpft an die Ohren. Dafür liefert die Soundanlage aus dem Hause Bose einen tollen Sound und selbst die Freisprecheinrichtung ist genial. Das bemerken sogar die Gesprächspartner auf der anderen Seite.

Am Verbrauch arbeite ich noch, der ist deutlich höher, als die Werksangabe von 5,3l auf 100km. Andererseits empfinde ich persönlich knapp 7,0l bei einem Leergewicht von 2 Tonnen und eben einer mehr als ordentlichen Motorisierung auch als ok. Und die Kfz-Steuer ist auch noch ca. 50€ günstiger als beim alten 2,5l-Diesel.

Der Wagen ist ein Traum, hoffen wir nur, dass es auch so bleibt.

Veröffentlicht in Audi

Tick Tack – Wie lange kannst Du lügen?

Wieder einmal eine Buchrezension. Und bei Tick Tack von der amerikanischen Schriftstellerin Megan Miranda handelt es sich um ein sehr ungewöhnliches Buch. Der Krimi (ein Thriller ist es aus meiner Sicht eigentlich nicht) wird in großen Teilen Rückwärts erzählt. Es gibt eine Einführung im, sagen wir mal, „jetzt“. Dann springt die Schriftstellerin vierzehn Tage nach vorn, überspringt also die zwei Wochen und erzählt Tag für Tag rückwärts. Der erste Gedanke war: „dann weiß man doch schon immer, was noch passieren wird…“ aber das Gegenteil ist der Fall. WEIL man es weiß, ist man gespannt wann dies oder das passiert ist, wie es passiert ist usw. Man muss sich darauf einlassen, wie gesagt, es ist sehr ungewöhnlich und das richtige Ende kommt dann auch erst wirklich zum Schluss. Aber ich muss sagen, super geschrieben. Echt spannend, weil man manchmal denkt, „wovon erzählen die“, „wovon reden die“. Aber am Tag davor oder manchmal auch noch früher (oder später, je nachdem wie man es sehen möchte) kommt dann die „Auflösung“.

Vielleicht noch kurz, worum geht es eigentlich überhaupt? Die Hauptdarstellerin Nic kommt nach zehn Jahren wieder nach Hause zurück. Ihr Vater lebt inzwischen in einem Heim, das Elternhaus soll verkauft werden. Ihr Bruder bittet um ihre Hilfe und sie fährt also hin. Als sie damals ihre Heimat verlassen hat, war eine sehr gute Freundin verschwunden. Und kurz nach ihrer Ankunft verschwindet wieder ein Mädchen. Gehören diese beiden Fälle zusammen? Was haben die einzelnen Figuren damit zu tun? Oder was könnten sie damit zu tun haben? Und bevor ich zu viel verrate, mein Tip: Buch kaufen und lesen!

Absolut empfehlenswert!!! 5 von 5 Sternen.

John le Carré – Das Vermächtnis der Spione

 Nach langer Zeit wieder mal eine kleine Buchrezension von mir.  Nun muss ich vorausschieben, ich habe lange nichts mehr von John leCarré gelesen. Nun habe ich diese Neuerscheinung also erhalten, habe es auch von ganz vorne bis ganz hinten gelesen und muss sagen: hat mir nicht so gut gefallen. Ein Buch, in dem es nur darum geht, wie ein alter, ehemaliger Spion über einen alten Fall nachdenkt und in verschiedenen Anhörungen dazu Aussagen trifft. Warum wer wann welche Entscheidung und vor allem warum getroffen hat, wer davon wusste usw.  Ich muss leider sagen, ich war enttäuscht, hatte mir mehr davon versprochen. Aber vielleicht muss man hier auch dem Schriftsteller, bzw. seinem Alter Tribut zollen. Er geht inzwischen auf die 90 zu und wer weiß, vielleicht ist es in dem Alter einfach so, dass wir mehr in der Vergangenheit nach Antworten suchen. Und dieses hat er dann einfach für sein neuestes Buch umgesetzt.

Andersherum hat es mich aber dazu angespornt, doch noch das eine oder andere seiner alten Bücher zu erwerben und zu lesen. In der Hoffnung, nein in der Erwartung, dass diese Bücher entsprechend spannender, weil vielleicht aktueller und nicht so auf die Vergangenheit ausgerichtet sind.

Für einen Fan von leCarré sicherlich ein muss, für einen Neueinsteiger nicht unbedingt.

Gestatten, ich bin der Neue.

Am Sonnabend war es endlich so weit. Wir haben unseren neuen Wagen bekommen.

Und ganz ehrlich, wenn man seinen Wagen so lange und vor allem auch so gern gefahren hat, wie wir unseren Idefix, dann merkt man irgendwie gar nicht, dass er älter wird. Ist wie bei einem selbst, da merkt man es ja auch kaum einmal. Wenn man dann in einen neuen Wagen steigt. Also zumindest einen, der 12 Jahre jünger ist als der Alte. Dann merkt man doch die Unterschiede. Wie laut der eine, wie leise der andere. Wie unruhig der eine, wie ruhig der andere rollt. Und über die Neuerungen im Bereich Technik brauche ich, glaube ich, keinem was zu erzählen. Da zahlt sich das gute alte Handbuch lesen doch echt aus.

Veröffentlicht in Audi

Vielen Dank Idefix!

Mit tränenden Augen nehmen wir Abschied von Idefix, unserem unermüdlichen und treuen Begleiter. Nach über 380.000 km in 13 Jahren haben wir uns nun von ihm getrennt.

 

Am 20. Oktober 2004 wurde er das erste Mal für den Straßenverkehr zugelassen. Und dann auch noch gleich auf mich. Mit dem Kennzeichen OH – C 335 brachte er mich die ersten Jahre zu Kundenterminen oder uns privat überall hin. Ob nach Bad Nauheim, nach Oberstdorf, St. Peter-Ording, nach Sylt, nach Skagen oder Berlin, nach Rügen oder in die Pfalz, nach Österreich in die Wachau, nach Ruhpolding oder an den Bodensee, nach Leipzig, Görlitz, Záry (Polen) und den Spreewald und keine Ahnung wo wir in all den Jahren noch überall waren. Am 22. Oktober 2007 erhielt er ein neues Kennzeichen: OH – ID 57 und damit wurde sein neuer Spitzname geboren: Idefix. Nach diesem kleinen und eben unermüdlichen Racker, der Asterix und Obelix bei ihren Abenteuern immer begleitet. Und genau so wie Idefix bei seinem gallischen Herrchen immer dabei war, war unser Audi bei uns dabei.

Für damalige Verhältnisse war er eigentlich schon recht teuer (40.000€ nach einigen ausgehandelten Rabatten) aber wie ein Freund und Service-Leiter bei Audi Lübeck damals sagte: „da habt ihr aber auch nach oben ins Regal gegriffen“.  Angetrieben wurde er von einem wunderbaren Sechszylinder-Aggregat: 2,5 Liter Hubraum und 120kw, bzw. 163PS. 310 Nm sorgten für den Vortrieb und brachten ihn nach Werksangaben in 9,0 Sekunden von null auf einhundert Stundenkilometer und erst bei 224 km/h endete die Beschleunigung (wobei auf dem Tacho tlw. die 250 angekratzt wurde). Dank seiner Anhängerkupplung konnten wir uns auch hin und wieder mal einen Anhänger bei Freunden oder Bekannten ausleihen und auch schwere Lasten problemlos ziehen. Häufiger nutzten wir diese Möglichkeit jedoch für unseren Fahrradträger um auch einmal entfernt von zu Hause die Gegend per pedes zu erkundigen.

In den dreizehn Jahren hat er uns lediglich zwei Mal ein klein wenig enttäuscht. Wobei, das erste mal war schon eine große Enttäuschung. 2011 war es, auf dem Weg von Lübeck nach Hause gab es in Stockelsdorf einmal ein komisches Geräusch aus Richtung Motor. Und dieses blieb auch bis zu Hause so. Auch Ilona bestätigte mir, dass dieses Geräusch da nicht hingehörte. Also zurück nach Lübeck zu Audi gefahren. Schnell diagnostizierten die Mechaniker einen nicht reparablen Motorschaden. Kosten für ein Ersatz-, bzw. Austauschtriebwerk ca. 12.000€. Aber gern könnte ich den Wagen auch dort lassen und mir was neues aussuchen. 1.500€ würde man uns für den „Schrott“ wohl noch geben. Dieses großzügige Angebot habe ich dankend abgelehnt und bin einmal um die Ecke gefahren, zur Firma Kindt Motoreninstandsetzung. Kurze Begrüßung durch einen Meister, Auto und Geräusch geschildert und die erste Frage lautete: „2,5 Liter 6-Zylinder? Hat er 200.000km gelaufen?“ Mein Blick sprach wohl Bände. 202.000km hatte er auf der Uhr. Seine Erklärung für diese Frage: „Wenn bei dem Wagen der Motor aufgibt, dann bei 200.000 oder nie!“ Grund: Die Nockenwelle bei diesem Modell war nämlich nicht mehr, wie früher und wohl auch später wieder, aus einem Stück gefräst worden, sondern aus Kostengründen waren die Nocken auf die Welle aufgeklebt (?) worden. Und nach eben dieser Laufleistung rissen sie entweder ab oder hielten eben ewig. Ok, eine Instandsetzung kostete uns dann „nur“ 5.000€. Im Vergleich zu Audi ein Schnäppchen. Und danach schnurrte er auch wieder wie eh und je.

Das zweite Mal war dann im Jahr 2016 auf der Rückfahrt aus Oberstdorf. Auf der Autobahn A7 in Höhe Göttingen hat er uns gesagt, er bräuchte eine Pause. Das hat er uns durch das aufleuchten sämtlicher Lämpchen im Display angezeigt. Wie der herbeigerufen ADAC-Mechaniker diagnostizierte, hatte die Lichtmaschine den Geist aufgegeben. Der gelbe Engel musterte kurz den Audi und sagte: „so eine Lichtmaschine hält ungefähr 200.000 km, ist halt ein Verschleißteil“. Idefix hatte zu diesem Zeitpunkt bereits fast 360.000 km auf der Uhr. Also alles gut. Diese kleine Panne  kostete uns zwar 600€, allerdings bekamen wir vom ADAC auch eine Übernachtung in einem netten 4-Sterne-Hotel und die Gelegenheit Göttingen endlich einmal als Stadt und nicht nur vom Autobahnschild kennen zu lernen. Und wir können sagen: ein nettes Städtchen, ein Besuch lohnt sich immer.

Außer diesen beiden Pannen, haben wir nur in Verschleißteile investiert. Regelmäßig waren neue Reifen und Bremsen (mal Belege, mal komplett) fällig, drei mal haben wir den Zahnriemen wechseln lassen. Häufig allerdings waren Glühbirnen zu tauschen – das war in all den Jahren das einzig negative und auch auffällige. Und über einen neuen Stellmotor für die Heckklappe (49€) und einen neuen Motor für den Fensterheber vorne links (64€) kann man in dem Zusammenhang ja wohl auch nicht meckern.

Nun also ist es soweit. Nach 13 Jahren, eben 380.000 km und damit ca. 23.200 (!) Litern Diesel (verbunden mit ca. 450 Tankstellenaufenthalten und ca. 340 Autowäschen) endet nun dieses Autoleben. Im Zuge des Diesel-Skandals, von dem Idefix nicht betroffen war, möchte Audi nun die Käufer von Neuwagen oder neuen Gebrauchten überzeugen ihren „Alten“ verschrotten zu lassen. Das heißt, Idefix bekommt kein neues Herrchen, sondern sein Autoleben endet nun.

Aufgrund der Tatsache, dass Idefix nun eben nicht mehr der Jüngste ist und wir es uns nicht leisten können/wollen, im Januar oder auch später auf diese Umstiegsprämie zu verzichten, haben wir uns also für einen neuen entschieden. Es wird kein neuer Idefix, denn der war einmalig. Der Neue wird der Dicke sein, Idefix jüngerer, aber größerer Bruder. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Idefix für jeden einzelnen Kilometer und den vielen, vielen Fahrspaß, den wir gemeinsam hatten. Und wir werden Dich nie vergessen, treuer Freund.

 

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nun zieht es sich aber echt…

Jetzt sind drei Wochen um, seitdem wir den Audi gekauft haben. Aber er ist immer noch nicht in Sicht. Ok, die Jungs vom Audi Zentrum hatten uns gesagt, es wird ein wenig dauern… war ja auch kein Problem, zumindest zuerst nicht. Aber inzwischen dann schon. Problem sind die vielen Verkäufe, verbunden mit der Tatsache, dass man beim AZ HH die Gebrauchtwagen-Abteilungen Ahrensburg und Hamburg zusammen gelegt hat, dadurch die Anzahl der Verkäufer wohl mal eben verdoppelt hat, jedoch die Werkstattstärke nicht entsprechend angepasst hat. Verbunden mit der „Audi-Umweltprämie“ und dem zusätzlichen Schwung im Verkauf, kamen die „Schrauber“ dann gar nicht mehr hinterher. Dazu kam dann in der Werkstatt noch eine terminlich hervorragend passende Krankheitswelle und das Chaos war perfekt. Vier Wochen (!) um einen vor Ort stehenden Gebrauchtwagen auszuliefern. Wow. Ich find es ja gut, wenn auch ein „Jahreswagen“ noch einmal komplett durchgescheckt wird, aber in der Zeit bauen andere Hersteller neue Autos und liefern aus…

Übergabetermin ist nun Sonnabend, der 28.10.2017. Ich bin gespannt…

 

Veröffentlicht in Audi