Die ersten Kilometer…

nach nun vier Wochen und den ersten etwas mehr als Zweitausend Kilometern hier ein erster kleiner Zwischenbericht über den „Dicken“.

Am 28.10. haben wir ihn im Audi-Zentrum in Empfang nehmen dürfen. Und wenn ich vorher gesagt habe, unser „Idefix“ war eigentlich noch wie neu, dann ist das sicherlich korrekt. Aber in den zwölf Jahren zwischen Oktober 2004 und September 2016, also den Baujahren der beiden Audis, ist schon was passiert. Puuh.

Und so stelle ich mir heute die Frage: warum wird ein A6 „nur“ als Obere Mittelklasse eingestuft? Ganz ehrlich, ich bin viele Kilometer jeweils den VW Phaeton gefahren, den Audi A8, den BMW 750i und 850i, dazu verschiedene Mercedes Modelle: E-Klasse, S-Klasse, GLE usw. Und es gibt reichlich Oberklasse-Modelle, die sind schlechter ausgestattet als unser. (Na klar, besser geht immer…)

Der Dicke

Auf jeden Fall ist es ein Genuss mit dem Dicken über die Straßen zu gleiten, allein mit dem Wissen im Hinterkopf, wenn ich will könnte ich die meisten Autos überholen, bzw. stehen lassen. Es gibt ja reichlich Leute, die einem das immer zeigen müssen (besonders im Berufsverkehr immer wieder zu beobachten), aber da kann ich immer nur schmunzeln. Dazu der lange Radstand, der für eine tolle Straßenlage sorgt, der Quattro-Antrieb, der den Wagen wie auf Schienen um die Ecken bringt…

Wie gesagt, hier ist es wirklich ein gleiten, die Gangwechsel der 7-Gang-Automatik hört und spürt man nicht (wenn man sich „normal“ im Verkehr bewegt), Geräusche von draußen dringen auch nur gedämpft an die Ohren. Dafür liefert die Soundanlage aus dem Hause Bose einen tollen Sound und selbst die Freisprecheinrichtung ist genial. Das bemerken sogar die Gesprächspartner auf der anderen Seite.

Am Verbrauch arbeite ich noch, der ist deutlich höher, als die Werksangabe von 5,3l auf 100km. Andererseits empfinde ich persönlich knapp 7,0l bei einem Leergewicht von 2 Tonnen und eben einer mehr als ordentlichen Motorisierung auch als ok. Und die Kfz-Steuer ist auch noch ca. 50€ günstiger als beim alten 2,5l-Diesel.

Der Wagen ist ein Traum, hoffen wir nur, dass es auch so bleibt.

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Tick Tack – Wie lange kannst Du lügen?

Wieder einmal eine Buchrezension. Und bei Tick Tack von der amerikanischen Schriftstellerin Megan Miranda handelt es sich um ein sehr ungewöhnliches Buch. Der Krimi (ein Thriller ist es aus meiner Sicht eigentlich nicht) wird in großen Teilen Rückwärts erzählt. Es gibt eine Einführung im, sagen wir mal, „jetzt“. Dann springt die Schriftstellerin vierzehn Tage nach vorn, überspringt also die zwei Wochen und erzählt Tag für Tag rückwärts. Der erste Gedanke war: „dann weiß man doch schon immer, was noch passieren wird…“ aber das Gegenteil ist der Fall. WEIL man es weiß, ist man gespannt wann dies oder das passiert ist, wie es passiert ist usw. Man muss sich darauf einlassen, wie gesagt, es ist sehr ungewöhnlich und das richtige Ende kommt dann auch erst wirklich zum Schluss. Aber ich muss sagen, super geschrieben. Echt spannend, weil man manchmal denkt, „wovon erzählen die“, „wovon reden die“. Aber am Tag davor oder manchmal auch noch früher (oder später, je nachdem wie man es sehen möchte) kommt dann die „Auflösung“.

Vielleicht noch kurz, worum geht es eigentlich überhaupt? Die Hauptdarstellerin Nic kommt nach zehn Jahren wieder nach Hause zurück. Ihr Vater lebt inzwischen in einem Heim, das Elternhaus soll verkauft werden. Ihr Bruder bittet um ihre Hilfe und sie fährt also hin. Als sie damals ihre Heimat verlassen hat, war eine sehr gute Freundin verschwunden. Und kurz nach ihrer Ankunft verschwindet wieder ein Mädchen. Gehören diese beiden Fälle zusammen? Was haben die einzelnen Figuren damit zu tun? Oder was könnten sie damit zu tun haben? Und bevor ich zu viel verrate, mein Tip: Buch kaufen und lesen!

Absolut empfehlenswert!!! 5 von 5 Sternen.

John le Carré – Das Vermächtnis der Spione

 Nach langer Zeit wieder mal eine kleine Buchrezension von mir.  Nun muss ich vorausschieben, ich habe lange nichts mehr von John leCarré gelesen. Nun habe ich diese Neuerscheinung also erhalten, habe es auch von ganz vorne bis ganz hinten gelesen und muss sagen: hat mir nicht so gut gefallen. Ein Buch, in dem es nur darum geht, wie ein alter, ehemaliger Spion über einen alten Fall nachdenkt und in verschiedenen Anhörungen dazu Aussagen trifft. Warum wer wann welche Entscheidung und vor allem warum getroffen hat, wer davon wusste usw.  Ich muss leider sagen, ich war enttäuscht, hatte mir mehr davon versprochen. Aber vielleicht muss man hier auch dem Schriftsteller, bzw. seinem Alter Tribut zollen. Er geht inzwischen auf die 90 zu und wer weiß, vielleicht ist es in dem Alter einfach so, dass wir mehr in der Vergangenheit nach Antworten suchen. Und dieses hat er dann einfach für sein neuestes Buch umgesetzt.

Andersherum hat es mich aber dazu angespornt, doch noch das eine oder andere seiner alten Bücher zu erwerben und zu lesen. In der Hoffnung, nein in der Erwartung, dass diese Bücher entsprechend spannender, weil vielleicht aktueller und nicht so auf die Vergangenheit ausgerichtet sind.

Für einen Fan von leCarré sicherlich ein muss, für einen Neueinsteiger nicht unbedingt.

Gestatten, ich bin der Neue.

Am Sonnabend war es endlich so weit. Wir haben unseren neuen Wagen bekommen.

Und ganz ehrlich, wenn man seinen Wagen so lange und vor allem auch so gern gefahren hat, wie wir unseren Idefix, dann merkt man irgendwie gar nicht, dass er älter wird. Ist wie bei einem selbst, da merkt man es ja auch kaum einmal. Wenn man dann in einen neuen Wagen steigt. Also zumindest einen, der 12 Jahre jünger ist als der Alte. Dann merkt man doch die Unterschiede. Wie laut der eine, wie leise der andere. Wie unruhig der eine, wie ruhig der andere rollt. Und über die Neuerungen im Bereich Technik brauche ich, glaube ich, keinem was zu erzählen. Da zahlt sich das gute alte Handbuch lesen doch echt aus.

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Vielen Dank Idefix!

Mit tränenden Augen nehmen wir Abschied von Idefix, unserem unermüdlichen und treuen Begleiter. Nach über 380.000 km in 13 Jahren haben wir uns nun von ihm getrennt.

 

Am 20. Oktober 2004 wurde er das erste Mal für den Straßenverkehr zugelassen. Und dann auch noch gleich auf mich. Mit dem Kennzeichen OH – C 335 brachte er mich die ersten Jahre zu Kundenterminen oder uns privat überall hin. Ob nach Bad Nauheim, nach Oberstdorf, St. Peter-Ording, nach Sylt, nach Skagen oder Berlin, nach Rügen oder in die Pfalz, nach Österreich in die Wachau, nach Ruhpolding oder an den Bodensee, nach Leipzig, Görlitz, Záry (Polen) und den Spreewald und keine Ahnung wo wir in all den Jahren noch überall waren. Am 22. Oktober 2007 erhielt er ein neues Kennzeichen: OH – ID 57 und damit wurde sein neuer Spitzname geboren: Idefix. Nach diesem kleinen und eben unermüdlichen Racker, der Asterix und Obelix bei ihren Abenteuern immer begleitet. Und genau so wie Idefix bei seinem gallischen Herrchen immer dabei war, war unser Audi bei uns dabei.

Für damalige Verhältnisse war er eigentlich schon recht teuer (40.000€ nach einigen ausgehandelten Rabatten) aber wie ein Freund und Service-Leiter bei Audi Lübeck damals sagte: „da habt ihr aber auch nach oben ins Regal gegriffen“.  Angetrieben wurde er von einem wunderbaren Sechszylinder-Aggregat: 2,5 Liter Hubraum und 120kw, bzw. 163PS. 310 Nm sorgten für den Vortrieb und brachten ihn nach Werksangaben in 9,0 Sekunden von null auf einhundert Stundenkilometer und erst bei 224 km/h endete die Beschleunigung (wobei auf dem Tacho tlw. die 250 angekratzt wurde). Dank seiner Anhängerkupplung konnten wir uns auch hin und wieder mal einen Anhänger bei Freunden oder Bekannten ausleihen und auch schwere Lasten problemlos ziehen. Häufiger nutzten wir diese Möglichkeit jedoch für unseren Fahrradträger um auch einmal entfernt von zu Hause die Gegend per pedes zu erkundigen.

In den dreizehn Jahren hat er uns lediglich zwei Mal ein klein wenig enttäuscht. Wobei, das erste mal war schon eine große Enttäuschung. 2011 war es, auf dem Weg von Lübeck nach Hause gab es in Stockelsdorf einmal ein komisches Geräusch aus Richtung Motor. Und dieses blieb auch bis zu Hause so. Auch Ilona bestätigte mir, dass dieses Geräusch da nicht hingehörte. Also zurück nach Lübeck zu Audi gefahren. Schnell diagnostizierten die Mechaniker einen nicht reparablen Motorschaden. Kosten für ein Ersatz-, bzw. Austauschtriebwerk ca. 12.000€. Aber gern könnte ich den Wagen auch dort lassen und mir was neues aussuchen. 1.500€ würde man uns für den „Schrott“ wohl noch geben. Dieses großzügige Angebot habe ich dankend abgelehnt und bin einmal um die Ecke gefahren, zur Firma Kindt Motoreninstandsetzung. Kurze Begrüßung durch einen Meister, Auto und Geräusch geschildert und die erste Frage lautete: „2,5 Liter 6-Zylinder? Hat er 200.000km gelaufen?“ Mein Blick sprach wohl Bände. 202.000km hatte er auf der Uhr. Seine Erklärung für diese Frage: „Wenn bei dem Wagen der Motor aufgibt, dann bei 200.000 oder nie!“ Grund: Die Nockenwelle bei diesem Modell war nämlich nicht mehr, wie früher und wohl auch später wieder, aus einem Stück gefräst worden, sondern aus Kostengründen waren die Nocken auf die Welle aufgeklebt (?) worden. Und nach eben dieser Laufleistung rissen sie entweder ab oder hielten eben ewig. Ok, eine Instandsetzung kostete uns dann „nur“ 5.000€. Im Vergleich zu Audi ein Schnäppchen. Und danach schnurrte er auch wieder wie eh und je.

Das zweite Mal war dann im Jahr 2016 auf der Rückfahrt aus Oberstdorf. Auf der Autobahn A7 in Höhe Göttingen hat er uns gesagt, er bräuchte eine Pause. Das hat er uns durch das aufleuchten sämtlicher Lämpchen im Display angezeigt. Wie der herbeigerufen ADAC-Mechaniker diagnostizierte, hatte die Lichtmaschine den Geist aufgegeben. Der gelbe Engel musterte kurz den Audi und sagte: „so eine Lichtmaschine hält ungefähr 200.000 km, ist halt ein Verschleißteil“. Idefix hatte zu diesem Zeitpunkt bereits fast 360.000 km auf der Uhr. Also alles gut. Diese kleine Panne  kostete uns zwar 600€, allerdings bekamen wir vom ADAC auch eine Übernachtung in einem netten 4-Sterne-Hotel und die Gelegenheit Göttingen endlich einmal als Stadt und nicht nur vom Autobahnschild kennen zu lernen. Und wir können sagen: ein nettes Städtchen, ein Besuch lohnt sich immer.

Außer diesen beiden Pannen, haben wir nur in Verschleißteile investiert. Regelmäßig waren neue Reifen und Bremsen (mal Belege, mal komplett) fällig, drei mal haben wir den Zahnriemen wechseln lassen. Häufig allerdings waren Glühbirnen zu tauschen – das war in all den Jahren das einzig negative und auch auffällige. Und über einen neuen Stellmotor für die Heckklappe (49€) und einen neuen Motor für den Fensterheber vorne links (64€) kann man in dem Zusammenhang ja wohl auch nicht meckern.

Nun also ist es soweit. Nach 13 Jahren, eben 380.000 km und damit ca. 23.200 (!) Litern Diesel (verbunden mit ca. 450 Tankstellenaufenthalten und ca. 340 Autowäschen) endet nun dieses Autoleben. Im Zuge des Diesel-Skandals, von dem Idefix nicht betroffen war, möchte Audi nun die Käufer von Neuwagen oder neuen Gebrauchten überzeugen ihren „Alten“ verschrotten zu lassen. Das heißt, Idefix bekommt kein neues Herrchen, sondern sein Autoleben endet nun.

Aufgrund der Tatsache, dass Idefix nun eben nicht mehr der Jüngste ist und wir es uns nicht leisten können/wollen, im Januar oder auch später auf diese Umstiegsprämie zu verzichten, haben wir uns also für einen neuen entschieden. Es wird kein neuer Idefix, denn der war einmalig. Der Neue wird der Dicke sein, Idefix jüngerer, aber größerer Bruder. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Idefix für jeden einzelnen Kilometer und den vielen, vielen Fahrspaß, den wir gemeinsam hatten. Und wir werden Dich nie vergessen, treuer Freund.

 

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nun zieht es sich aber echt…

Jetzt sind drei Wochen um, seitdem wir den Audi gekauft haben. Aber er ist immer noch nicht in Sicht. Ok, die Jungs vom Audi Zentrum hatten uns gesagt, es wird ein wenig dauern… war ja auch kein Problem, zumindest zuerst nicht. Aber inzwischen dann schon. Problem sind die vielen Verkäufe, verbunden mit der Tatsache, dass man beim AZ HH die Gebrauchtwagen-Abteilungen Ahrensburg und Hamburg zusammen gelegt hat, dadurch die Anzahl der Verkäufer wohl mal eben verdoppelt hat, jedoch die Werkstattstärke nicht entsprechend angepasst hat. Verbunden mit der „Audi-Umweltprämie“ und dem zusätzlichen Schwung im Verkauf, kamen die „Schrauber“ dann gar nicht mehr hinterher. Dazu kam dann in der Werkstatt noch eine terminlich hervorragend passende Krankheitswelle und das Chaos war perfekt. Vier Wochen (!) um einen vor Ort stehenden Gebrauchtwagen auszuliefern. Wow. Ich find es ja gut, wenn auch ein „Jahreswagen“ noch einmal komplett durchgescheckt wird, aber in der Zeit bauen andere Hersteller neue Autos und liefern aus…

Übergabetermin ist nun Sonnabend, der 28.10.2017. Ich bin gespannt…

 

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Die Entscheidung ist gefallen!

Der neue Wagen ist da. Na ja, fast. Er ist gekauft. Bis zur Auslieferung werden wohl noch ca. 3 Wochen vergehen. Das lieg aber nur daran, dass beim Audi-Zentrum Hamburg aktuell so viele Gebrauchtwagen verkauft werden. Jeder muss noch einmal durch die Werkstatt und wird nach einem „110-Punkte-Plan“ noch einmal durchgesehen. Hierbei werden zahlreiche Funktionen des Wagens durchgesehen und im Falle von Fehlern durch (natürlich!) Audi Originalteile ersetzt. Dieses wird natürlich auch durch ein entsprechendes Dokument belegt. Der Umfang und die Tiefe dieser Prüfung gehen z.B. weit über eine normale TÜV-Prüfung hinaus. Dazu gibt es eine verlängerte Garantie für 60 Monate nach Erstzulassung. Das bedeutet in unserem Falle noch vier Jahre volle Garantie, gleicher Umfang wie die Werksgarantie eines Neuwagens. 110PunkteCheck

Nun freuen wir uns also schon mal auf „unseren Dicken“, der uns zukünftig überall hinbringen wird. Hoffentlich genau so zuverlässig, wie unser A4 in den letzten 13 Jahren!

Und wie man sehen kann ist es nun weder ein neuer Audi A4, noch ein Audi A4/A6 Allroad noch ein VW Passat (ja, war zeitweise auch in der Verlosung) geworden. Nein, es ist ein A6 Avant. Ein Jahr alt (Erstzulassung war der 16.09.2016) und etwas mehr als 16.000 km gelaufen. Zugelassen in Ingolstadt als Werksdienstwagen. Sieht fast aus wie neu und wir freuen uns schon mal auf ihn. 🙂

 

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Mobilität – muss ja wohl sein, oder?

Ich hatte hier ja schon mehrfach über das Thema E-Bike geschrieben, dass ich ein Fahrrad mit elektronischer Unterstützung nutze um zur Arbeit zu fahren. Also bei gutem Wetter. Und wenn es hell ist. Und so weiter. 🙂 Aber ich komme im Schnitt so auf knapp zwei Monate im Jahr, die ich auf das Auto verzichte und eben was für mich und auch ein wenig für die Umwelt tue.

Nun braucht man aber natürlich auch ein Auto. Also zumindest wenn man auf dem „Dorf“ wohnt, so wie wir. Und dementsprechend haben wir natürlich auch ein Auto. Einen Audi. Und wie ich vor ein paar Wochen schon mal geschrieben habe, machen wir uns aktuell nun Gedanken über einen neuen Wagen. Und was soll ich sagen? Unglaublich. Früher bis du zum Händler deines Vertrauens gegangen, hast gesagt „ich hätte gern einen Passat Variant, 1,8l, 90 PS, mit Schiebedach und elektr. Fensterhebern. Und einem Radio. Und schwarzen Treser-Rückleuchten.“ Und dann hat der Händler kurz in seine Preisliste geschaut, dir gesagt „39.950DM“ und dazu einen Preis für deinen zwei Jahre alten Golf IV genannt. Dann hast Du ja oder nein gesagt und das Auto wurde bestellt. Ok, ein klein wenig anders war es. Aber nicht viel.

Aber heute? Oh man. Also, „Verschrottungsprämie“ vom VW-Konzern ist bekannt gegeben worden. Erst mal schlau machen, wie viel gibt es für meinen bzw. welche Voraussetzungen muss ich erfüllen.

  1. ich muss einen Euro1-Euro4-Diesel mein Eigen nennen. – Passt
  2. dieser Diesel muss 6 Monate vor Bekanntwerden dieser Aktion auf mich zugelassen gewesen sein. – Passt auch.
  3. Wenn ich einen neuen A4 bestelle und meinen dann innerhalb von 4 Wochen nach Übergabe verschrotten lasse, erhalte ich 8.500€ Prämie. Wenn ich einen neuen A6 ordere, erhalte ich 10.000€ Prämie.
  4. Es gibt aber auch eine Prämie für ausgewählte „Youngtimer“. Autos, die i.d.R. (Keine Regel ohne Ausnahme) maximal 12 Monate alt sind, die beim ersten Verkauf noch nicht von Audi in irgendeiner Art und Weise bezuschusst wurden usw. Diese Prämie beträgt bei einem „Zuschussfähigen“ A4 dann 6.375€, bei einem solchen A6 sogar 7.500€

Nun also begann die Odyssee. Bei Regenwetter im Urlaub sind wir als erstes in Bad Nauheim zum Audi-Händler. Ein super netter Verkäufer und wir haben einfach mal einen A4 konfiguriert. Er hat alle Möglichkeiten toll erklärt, so dass ich auch verstanden haben, was sich hinter welcher Bezeichnung versteckt. Und zum Abschluss hat er uns voller Stolz den dortigen „Konfigurationsraum“ präsentiert. Ein kleiner, abgedunkelter Raum mit einem überdimensionalen Fernseher. Und wie durch ein Wunder (oder ein paar Tipps auf seinem iPad) erschien „unser“ A4 auf demselben. Andere Felgen? klick. Anderes Interieur oder Exterieur? klick, klick. Jedes Mal sofort „unser“ Auto, wie es später aussehen würde. Hammer. So was hat auch nicht jeder Audi-Händler, gibt wohl noch nicht allzu viele davon in Deutschland. (Wie ich später herausgefunden habe, kostet dieser Raum einen Audi-Händler wohl mehr als eine viertel Million Euro…). Ok, da musst Du schon ein paar Audis für verkaufen. Dann Gespräch, Preis. Nachlass. Abwrackprämie/Anzahlung und Restfinanzierung. Hat man ne Summe. Und nein, man sagt nicht sofort: geil, machen wir. Geht schließlich um viel Geld. Also erst mal sacken lassen.

Zu Hause denkt man dann: „wow, so viel Geld – vielleicht doch lieber nen Gebrauchten?“ Also am Wochenende mal ausführlich gesurft. Und am Sonntag einen schönen schwarzen A4 allroad mit 3Liter-Sechszylinder und grauer Innenausstattung gefunden, vielen Extras und weniger Geld als ein neuer. (Neupreis ca. 75.000€, 6 Monate alt, 16tkm gelaufen, jetzt knapp unter 50.000€) Oh la la. Dolles Ding. Email hingeschickt und am Montag mit dem Händler telefoniert. Ja, der allroad würde die Voraussetzungen für die Abwrackprämie erfüllen. Ok, bitte Angebot für Finanzierung erstellen.  Angebot kommt am Dienstag, ist nicht so ganz weit ab von gut und böse also kurz angerufen und Termin gemacht. In Stralsund noch ein wenig das schöne Wetter und die ebenso schöne Altstadt genossen.

Die Hansestadt Stralsund bei bestem Wetter

Dann zum Händler, das Auto war nämlich nachmittags noch unterwegs gewesen. Wir kommen da also ab, der Wagen frisch gewaschen und super geil (erster Eindruck) als der Händler sagt: Äh, die Abwrackprämie gilt für diesen Wagen allerdings nicht – ich habe das verwechselt. Wir haben noch einen braunen… für den gäbe es diese Prämie. Enttäuschung. Gespräche und andere Autos angeschaut. u.a. Auch Q5 (neu, statt 62.000€ nur 51.000€) usw. Was A4 betraf – natürlich auch Nachlässe auf die Liste besprochen usw. Aber nein, wir hatten uns auf diesen schwarzen mit der grauen Innenausstattung eingeschossen, wollten nun nix anderes… Also, nichts gewesen außer Spesen.

Im Rahmen unseres Urlaubes sind wir dann zwei Tage später noch einmal nach Kiel zu Audi gefahren. Einfach mal schauen. Und wieder mit Verkäufern über Gebrauchte und Neue gesprochen, Preise gehört, in Gedanken verglichen und gedacht: Hammer, welche Unterschiede es zwischen Kiel, Stralsund und Bad Nauheim so gibt.

Aber, schlauer waren wir nun immer noch nicht. Im Gegenteil, uns schwirrte der Kopf. Klima, Navi, Alu, Telefon, Abstandswarner, Reserverad, Anhängerkupplung, Memorysitze, Panoramadach, ACC, Park Assist , Listenpreis, Angebotspreis, Abwrackprämie usw.

Audi A4 allroad
Audi A4 Avant

 

 

 

 

 

 

 

Und dann kam der Tipp von Thomas aus Hamburg: wäre das nicht einer für Euch? Ein Audi A6 allroad. Hammer, obere Mittelklasse. Extras von hier bis Kapstadt. Neupreis 80kilo. Und nun, nach 15 Monaten und 24.000km? Unter Berücksichtigung der Prämie für meinen? Weniger als 40.000€.  Wie bitte? Wo ist der Haken? Ah, er hat kein Schiebedach. Doch damit könnte ich vielleicht noch leben. Aber er ist silber. 🙁

 

Audi A6 allroad

 

Das wollten wir nun eigentlich gar nicht. Andererseits, ein Werkswagen, Prämienberechtigt, viele Extras und für das Geld bekommst Du nicht einmal einen (neuen, aber) nackten VW Passat. Also, da müssen wir echt mal in uns gehen. Und in der größten Not könnte man den Wagen ja immer noch folieren… Wir werden mal ein wenig darüber nachdenken müssen…

Natürlich ist mir klar: soo ein Auto braucht man auch nicht. Andererseits, wir fahren gern Auto und für uns ist oft genug auch der Weg das Ziel. D.h. wir nutzen die Möglichkeit uns im Auto in Ruhe zu unterhalten, dahinzugleiten und eben auch ein schönes Auto zu genießen. Das haben wir bereits mit unserem 523i damals so gehalten, mit unserem Chrysler Grand Voyager, mit dem Audi Cabrio mit dem legendären 2,3Liter-5-Zylinder-Motor und auch die letzten 13 Jahre mit unserem jetzigen A4 Avant. Wir mögen schöne Autos und sind auch bereit, dafür ein wenig mehr Geld auszugeben. Und andererseits: dieser A6 würde im Endeffekt weniger kosten, als der A4 als Neuwagen… Nicht viel, aber ein wenig.

Vorab-Rezension „Niemals“ von Andreas Pflüger

Was für ein Buch: „Niemals“ von Andreas Pflüger. Bisher habe ich nicht nichts von ihm gelesen, nun also eine Leseprobe erhalten. Ok, kann man ja mal kurz machen.

Erster Blick: 40 Seiten. Ok, das ja mal ne Menge für eine Probe. Dann, ein paar Minuten später: wie, es geht nicht weiter? So spannend, alles um mich herum vergessen.
Als Leser will ich unbedingt wissen, wie es mit Aaron weiter geht. War es zu Beginn für einen kurzen Augenblick noch eine etwas ungewohnte Situation für den Leser, kurze, knackige Sätze, die aber in aller Deutlichkeit die wichtigen Dinge darstellen, so wird daraus schnell eine spannende Geschichte, fast wie ein James-Bond-Film, mit kurzen, scharfen Schnitten. Das Buch hat meine Phantasie total angespornt Höchstleistungen zu bringen. Ich befürchte, hat man dieses Buch erst in den Händen, wird es einem schlaflose Nächte bescheren. Toll! Ich freue mich schon auf die Erscheinung im kommenden Monat.

 

Urlaubszeit gleich Lesezeit.

In diesem Urlaub habe ich relativ wenig „geschafft“. Lediglich vier Bücher kann ich so in meine Gelesen-Liste eintragen.

Als erstes von Joe Hill das Buch „Teufelszeug“. Mein zweites Hill-Buch. Und ich werde immer mehr zum Fan. Er schreibt wirklich wie sein Vater in seinen besten Zeiten. In diesem Fall wacht Ig, der Hauptdarsteller des Buches, eines Morgens mit Hörnern an der Stirn auf. Damit verbunden kann er durch eine Berührung von anderen Menschen in Bruchteilen von Sekunden alle Sünden bzw. Wünsche dieser Person erkennen. Das wird ihm bei der Suche des Mörders seiner Freundin helfen. Der Leser begleitet ihn dabei, hofft und leidet mit ihm. Wer Stephen King mag, muss die Bücher seines Sohnes lesen.


 

Das zweite Buch war dann „Letzte Worte“, die Fortsetzung von „Tote Augen“ von Karin Slaughter. Der nächste Pageturner in dem es sich um Sarah Linton und Will Trent dreht. Dieses Mal muss Will einen als Selbstmord getarnten Mord einer Studentin in einer kleinen Gemeinde in Georgia aufklären. Bevor er auch nur den Hauch einer Ahnung hat, stirbt ein zweiter Student. Und man muss tatsächlich fast 500 Seiten lesen bevor man selbst den ersten Verdächtigen hat…


 

Und als drittes dann die Geschichte vom „Schmutzigen Tod“. Das Buch spielt in Kopenhagen, ein Roma-Junge hat eine schmutzige Bombe nach Dänemark geschmuggelt und will diese zu Geld machen um seiner Familie zu helfen. Ich gebe zu, die ersten 80 Seiten oder so waren mühselig, ich wollte das Buch bereits weglegen. Und das kommt bei mir nicht oft vor. Aber dann packte es mich und ich musste es dringend zu Ende lesen. Auf jeden Fall eine Empfehlung.


 

Zu guter Letzt habe ich dann mein erstes Buch von Lisa Jackson aus dem Regal gezogen. Es heißt „Guilty“ und wie es manchmal so läuft… es ist der achte Band einer losen Reihe von Lisa. Toll, bloß nicht mit dem ersten anfangen. Aber was soll´s, nun muss ich mir die anderen eben auch noch kaufen. Das Buch hatte meine Frau ursprünglich mal aus einer Buchhandlung mitgebracht, es aber bisher noch nicht angefangen zu lesen. Nun war es also dran. Und ich habe es nicht nur nicht bereut, nein, ich habe es auch in nur zwei Nächten durchgelesen. Es geht um ein Zwillingspärchen, was in der Nacht vor seinem 21. Geburtstag verschwindet. Sind die beiden Mädels entführt worden? Ist es wieder der „21er-Mörder“? Nein, kann ja nicht sein, der sitzt ja in Kalifornien im Gefängnis, rechtmäßig verurteilt. Oder hat man hier vielleicht den Falschen eingesperrt? Tut mir leid, aber wenn man hier erst mal angefangen hat – man kann nicht mehr aufhören. Es liest sich auch so gut, dass man immer denkt, ein, zwei, drei Seiten gehen noch… und zack ist es halb drei Uhr morgens. Aber ich kann sagen: es lohnt sich. Und wie gesagt, ich werde mir die vorherigen sieben Bücher nun sicherlich auch noch zulegen…

 


 

Lediglich vier Bücher habe ich anfangs geschrieben. Insgesamt waren es dann aber doch wieder etwas über 1.900 Seiten. In zwei Wochen, dazu noch ca. 2.000km Auto gefahren (Von Ahrensbök aus in die Wetterau, an den Rhein, nach Stralsund und in die nähere Umgebung) und sich trotzdem super erholt fühlen – das ist für mich Urlaub!

Übrigens, seit dem 01. Oktober 2015, also ziemlich genau in den letzten zwei Jahren, habe ich 87 (siebenundachtzig) Bücher in gedruckter Form gelesen. Durchschnittlich sind das im Monat ca. 1.700 Seiten, täglich knapp 60. Gar nicht so wenig, wie ich glaube. Oder? 🙂

Und mit einem „alten“ Richard Laymon liegt schon der nächste Großmeister auf dem Nachtisch bereit. „Der Geist“ lautet der Titel und die ersten Seiten waren schon vielversprechend.