Die Vergessenen und Totengrab

 

Die Vergessenen fängt an wie ein „normaler“ Krimi. Aber schnell stellt sich heraus, es geht um mehr. Es geht um Verbrechen die im zweiten Weltkrieg in Nazi-Deutschland geschahen. Die aber nicht alle geahndet wurden. Und um Menschen, die sich nach dem Krieg ein „normales“ Leben aufgebaut haben, sich entsprechende Reputationen erschaffen haben und diese nun ungern wieder verlieren wollen. Im Gegenteil, die diese schützen wollen. Natürlich nur aus guten, doch nachvollziehbaren Gründen. Denn was kann die eigene Familie, die Firma, die Nachfahren dafür?
Aber kann das funktionieren? Kann man ein normales Leben (wie wohl die meisten Menschen in Deutschland) leben und gleichzeitig das Wissen über die eigenen Taten in der Vergangenheit unterdrücken? Und können auch gute Taten in einem späteren Leben schreckliche Verbrechen vor vielen Jahren dann in „Gutes“ oder zumindest „nicht ganz so schlimmes“ umwandeln? Dieses Buch regt zum nachdenken an. Und dabei ist es noch ein super spannender Krimi… Ein absoluter Pageturner!

 

Um etwas anderes geht es in Totengrab. Vorab schon einmal: Leider gibt es das Buch nur als e-Book. Bei mir schon immer ein kleiner Punktabzug. Ich habe einfach zu gern ein Buch in der Hand…


Aber egal, das Buch war spannend, das hatte zuvor bereits die Leseprobe „verraten“. Der im Falle eines Selbstmords eines Jugendlichen ermittelnde Kommissar ist privat vom Verlust seines Kindes schwer gezeichnet, seine Probleme übertragen sich zwangsläufig auch auf seine Arbeit, spielen in seine Fälle hinein. Und dann noch das, auf dem Handy des jugendlichen Selbstmörders ist nur eine Nummer gespeichert. Seine, also die des Kommissars. Wie kommt seine Nummer dahin? Aufgrund seiner schon erwähnten Probleme gerät der Ermittler zuerst mit in den Kreis der Verdächtigen hinein. Seine Ermittlungen bringen lange keine Fortschritte, er scheint sich im Kreis zu drehen.
Wie gesagt, „nur“ ein e-book, aber spannend und empfehlenswert. Mir hat das Lesen Spaß gemacht. Ich hoffe, Euch auch.

Eine Gemeinschaftsproduktion

Eine, und ich glaube die erste gemeinsame, Buchproduktion von Stephen King und seinem Sohn Owen. Und ich muss sagen: Gelungen.  Das Buch: ein echter King. Die ersten Seiten sind nur gefüllt mit den Protagonisten. Wer, wie alt, wo, was. Und dann geht es los. Wie zu besten Stephen King Zeiten. Gaaanz langsam. Erst mal ein paar Leute kennen lernen. Und dann, schon nach wenigen Seiten, nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Nach wie vor frage ich mich ja, wie schreibt man zu zweit ein Buch? (Ich weiß ja nicht einmal, wie man es alleine macht) Und hier? Man kann nicht sagen, wer hat was geschrieben. Schreibt jeder ein Kapitel oder sitzt man zusammen, entwirft die Story und die Personen usw. und einer von Beiden macht dann eine Geschichte draus? Also, keine Ahnung. Aber man hat keine Brüche in der Geschichte, es ist alles stimmig. Und für jemanden wie mich, der vermutlich 99% aller King Bücher und Geschichten gelesen hat, eben ein echter King. Und wenn es so sein sollte, der der „alte“ King hier sein Erbe vorbereitet, bzw. dem Sohn den Weg bereitet, damit er nachher weiter schreiben kann: dann meinen großen Respekt. Ich habe bisher von Owen nur einige Kurzgeschichten gelesen, die haben mir allerdings nicht allzu gut gefallen. (Das trifft aber auch auf viele Kurzgeschichten von seinem Vater zu, bin wahrscheinlich eher nicht so der Kurzgeschichten-Typ)

Bei den Sleeping Beauties erwarten einen 960 Seiten und ich für mich kann nur sagen: ich liebe solche dicken Wälzer. Also, wer gern King liest, ab in die Buchhandlung um die Ecke. (Denkt dran: Nicht immer den einfachsten Weg, also Internet-Bestellung, wählen!)

Die ersten Kilometer…

nach nun vier Wochen und den ersten etwas mehr als Zweitausend Kilometern hier ein erster kleiner Zwischenbericht über den „Dicken“.

Am 28.10. haben wir ihn im Audi-Zentrum in Empfang nehmen dürfen. Und wenn ich vorher gesagt habe, unser „Idefix“ war eigentlich noch wie neu, dann ist das sicherlich korrekt. Aber in den zwölf Jahren zwischen Oktober 2004 und September 2016, also den Baujahren der beiden Audis, ist schon was passiert. Puuh.

Und so stelle ich mir heute die Frage: warum wird ein A6 „nur“ als Obere Mittelklasse eingestuft? Ganz ehrlich, ich bin viele Kilometer jeweils den VW Phaeton gefahren, den Audi A8, den BMW 750i und 850i, dazu verschiedene Mercedes Modelle: E-Klasse, S-Klasse, GLE usw. Und es gibt reichlich Oberklasse-Modelle, die sind schlechter ausgestattet als unser. (Na klar, besser geht immer…)

Der Dicke

Auf jeden Fall ist es ein Genuss mit dem Dicken über die Straßen zu gleiten, allein mit dem Wissen im Hinterkopf, wenn ich will könnte ich die meisten Autos überholen, bzw. stehen lassen. Es gibt ja reichlich Leute, die einem das immer zeigen müssen (besonders im Berufsverkehr immer wieder zu beobachten), aber da kann ich immer nur schmunzeln. Dazu der lange Radstand, der für eine tolle Straßenlage sorgt, der Quattro-Antrieb, der den Wagen wie auf Schienen um die Ecken bringt…

Wie gesagt, hier ist es wirklich ein gleiten, die Gangwechsel der 7-Gang-Automatik hört und spürt man nicht (wenn man sich „normal“ im Verkehr bewegt), Geräusche von draußen dringen auch nur gedämpft an die Ohren. Dafür liefert die Soundanlage aus dem Hause Bose einen tollen Sound und selbst die Freisprecheinrichtung ist genial. Das bemerken sogar die Gesprächspartner auf der anderen Seite.

Am Verbrauch arbeite ich noch, der ist deutlich höher, als die Werksangabe von 5,3l auf 100km. Andererseits empfinde ich persönlich knapp 7,0l bei einem Leergewicht von 2 Tonnen und eben einer mehr als ordentlichen Motorisierung auch als ok. Und die Kfz-Steuer ist auch noch ca. 50€ günstiger als beim alten 2,5l-Diesel.

Der Wagen ist ein Traum, hoffen wir nur, dass es auch so bleibt.

Veröffentlicht in Audi

Tick Tack – Wie lange kannst Du lügen?

Wieder einmal eine Buchrezension. Und bei Tick Tack von der amerikanischen Schriftstellerin Megan Miranda handelt es sich um ein sehr ungewöhnliches Buch. Der Krimi (ein Thriller ist es aus meiner Sicht eigentlich nicht) wird in großen Teilen Rückwärts erzählt. Es gibt eine Einführung im, sagen wir mal, „jetzt“. Dann springt die Schriftstellerin vierzehn Tage nach vorn, überspringt also die zwei Wochen und erzählt Tag für Tag rückwärts. Der erste Gedanke war: „dann weiß man doch schon immer, was noch passieren wird…“ aber das Gegenteil ist der Fall. WEIL man es weiß, ist man gespannt wann dies oder das passiert ist, wie es passiert ist usw. Man muss sich darauf einlassen, wie gesagt, es ist sehr ungewöhnlich und das richtige Ende kommt dann auch erst wirklich zum Schluss. Aber ich muss sagen, super geschrieben. Echt spannend, weil man manchmal denkt, „wovon erzählen die“, „wovon reden die“. Aber am Tag davor oder manchmal auch noch früher (oder später, je nachdem wie man es sehen möchte) kommt dann die „Auflösung“.

Vielleicht noch kurz, worum geht es eigentlich überhaupt? Die Hauptdarstellerin Nic kommt nach zehn Jahren wieder nach Hause zurück. Ihr Vater lebt inzwischen in einem Heim, das Elternhaus soll verkauft werden. Ihr Bruder bittet um ihre Hilfe und sie fährt also hin. Als sie damals ihre Heimat verlassen hat, war eine sehr gute Freundin verschwunden. Und kurz nach ihrer Ankunft verschwindet wieder ein Mädchen. Gehören diese beiden Fälle zusammen? Was haben die einzelnen Figuren damit zu tun? Oder was könnten sie damit zu tun haben? Und bevor ich zu viel verrate, mein Tip: Buch kaufen und lesen!

Absolut empfehlenswert!!! 5 von 5 Sternen.