Der Kreidemann

C.J. Tudor – eine junge Engländerin schreibt eine Geschichte, die 1:1 von Stephen King stammen könnte. Das Buch liest sich wie ein King-Roman, der nach England ausgelagert wurde, ein spannendes Buch, welches  abwechselnd zwischen den Geschehnissen in den Jahren 1986 und 2016 hin- und herspringt. Manche Geschichten sind mit dem augenscheinlichen Ende einfach nicht zu Ende, sie gehen weiter, sie leben wieder auf und sie warten darauf, dass sie von den Protagonisten wirklich und endgültig abgeschlossen werden.

In diesem Fall geht es um eine kleine Gruppe von Freunden, die in den 80er Jahren in ihrer Kleinstadt regelmäßig trifft, Verabredungen werden per Kreidezeichnungen vor den Häusern der anderen mitgeteilt usw.  Im Rahmen der Handlung passieren einige Dinge, in die die Freunde verstrickt werden und nicht alles lässt sich erklären. Dreißig Jahre später sind immer noch einige Sachen nicht geklärt, bzw. leben wieder auf. Und so müssen die Freunde sich doch wieder über die alten Dinge unterhalten, Gedanken machen und miteinander in Kontakt treten. Das kommt den Stephen-King-Fans unter Euch bekannt vor? 🙂 Ja, mir auch. Das Buch ist spannend, lässt sich flüssig lesen, kommt aber an das große Vorbild nicht ganz heran. Gerade zum Ende der Geschichte sind es irgendwie einige Dinge, die nicht so ganz logisch erscheinen, als wollte die Autorin das Buch dann irgendwie zu Ende bringen. Ein paar mehr Seiten hätten da vielleicht mehr Zug reingebracht.

Trotzdem hat es Spaß gemacht diese Buch zu lesen – ich kann es nur empfehlen.

Lone Teils schreibt über Nora Sand

Der Anfang des Buches war etwas „holperig“, man musste sich bei dieser neuen Autorin erst einmal einlesen. Wenn man das geschafft hat, war es sehr gut geschrieben. Worüber ich mich das ganze Buch wunderte, war die Tatsache, dass Nora Sand irgendwie, ja wie soll ich sagen, ein wenig Begriffsstutzig war. es gab zahlreiche Hinweise im Buch, die einem erfahrenen Krimi-Leser entsprechende Informationen gaben, Nora blieb aber doch sehr, wie soll ich sagen, leichtgläubig. Und das obwohl sie bereits im ersten Roman mit dem Serienmörder anscheinend schlimmes erlebt hatte.
Zur Geschichte: eine spannende Story, viele Wendungen, so das man sich aber trotzdem immer weiter in die Geschichte vertiefte und das Gefühl hatte, man war der Protagonistin immer ein wenig voraus. ich möchte an dieser Stelle keine Details verraten, kann das Buch aber nur empfehlen. Wie geschrieben, je weiter man in der Geschichte kam, desto schneller, bzw. länger musste man lesen, konnte es nicht mehr weglegen.

Bullenbrüder – der 2. Band

 

Wieder einmal ein ganz anderes Buch. Auch wenn es auf den ersten Blick aussieht wie ein Kinder- und Jugendbuch – ist es gar nicht. Im Gegenteil, ein sehr unterhaltsames und kurzweilige Buch über zwei Brüder, der eine Kommissar, der andere Privatdetektiv, die jeder in einem Falle ermitteln, aber schnell merken, dass diese beiden zusammen hängen. Dazu kommt dann noch die Mutter der beiden, die sich nach langer Zeit mal wieder bei Holger einquartiert und gleich ihren zukünftigen Mann, Ricardo, mitbringt. Und Holger und sein „kleiner“ Bruder sollen nun mal eben die Hochzeit ausstatten. Kann man ja nebenbei auch noch mal machen. Aber her wie hin, am Ende gelingt es den Bullenbrüdern den Fall (der es dann ja wird) aufzuklären, auch wenn es nicht immer ganz ungefährlich von statten geht.

Mir hat das Buch gut gefallen, wie gesagt, mal etwas leichtere Kost, und zudem kurzweilig. Insofern habe ich nur drei Tage für die Lektüre gebraucht. Ich kann es empfehlen und werde mal schauen, ob mir der erste Band der Bullenbrüder auch noch mal über den Weg läuft.