Der Alphabetmörder….

Jan Grall und Rabea Wyler sind Profiler beim LKA und sie werden zu einem mysteriösen Fall gerufen, der in der Heimat von Jan spielt. In der Heimat, die er vor vielen Jahren verlassen, nachdem sein Bruder gestorben ist. Erst später stellt sich heraus, dass seine eigene Vergangenheit etwas mit der Gegenwart zu tun hat. Der Mörder „nummiert“ seine Opfer. Es beginnt mit „A“, geht weiter mit „B“ und, ja, das soll hier nicht verraten werden. Auf jeden Fall sind es menschliche Dramen, die sich hier auftun. Wird Jan es zusammen mit seiner Kollegin Rabea rechtzeitig schaffen, die Lösung zu finden? Denn ein Opfer befindet sich zwar in der Gewalt des Mörders, ist aber noch nicht dran gewesen. Schaffen die Beiden es also, dem Täter noch rechtzeitig auf die Spur zu kommen.
Ein spannendes Buch, gut beschriebene Charaktere und immer, wenn man denkt, man hat den Verdächtigen entlarvt, kommt eine erneute Wendung des Falles. Es habt Spaß gemacht das Buch zu lesen, es war kurzweilig und ich freue mich auf weitere Bücher um dieses Ermittlerteam.

Fake – was ist wahr, was nicht?

Ein spannendes Stück Geschichte, welches wohl auch in der Realität jederzeit so geschehen kann. Wer weiß denn noch, welche Schlagzeilen heute noch korrekt sind, welche wahr oder ausgedacht. Überall gibt es beste Beispiele für Falschmeldungen oder unwahre Meldungen. Das Buch selbst ist spannend aufgebaut, immer wieder passieren Dinge, die man als Leser so nicht erwartet hatte oder Personen verhalten sich einfach nicht so, wie man es sich vielleicht wünschen würde.

Grundsätzlich geht es um einen Anschlag irgendwo im Morgenland. Ein hochrangiger Vertreter der IS wird getötet und mit ihm auch eine amerikanische Geisel. Allerdings ist deren Tod kontraproduktiv für parallel laufende Friedensverhandlungen. Obwohl einigen wäre es ganz Recht, wenn diese ins stocken geraten…

Einmal angefangen konnte ich dieses Buch kaum noch aus der Hand legen. Vielleicht fehlt manchmal die Tiefe, die Detailgenauigkeit, die eine oder andere weiterführende Beschreibung von Personen oder ihren Taten. Aber nichts desto Trotz – alles wichtige ist enthalten. Klasse Buch.

Der Kreidemann

C.J. Tudor – eine junge Engländerin schreibt eine Geschichte, die 1:1 von Stephen King stammen könnte. Das Buch liest sich wie ein King-Roman, der nach England ausgelagert wurde, ein spannendes Buch, welches  abwechselnd zwischen den Geschehnissen in den Jahren 1986 und 2016 hin- und herspringt. Manche Geschichten sind mit dem augenscheinlichen Ende einfach nicht zu Ende, sie gehen weiter, sie leben wieder auf und sie warten darauf, dass sie von den Protagonisten wirklich und endgültig abgeschlossen werden.

In diesem Fall geht es um eine kleine Gruppe von Freunden, die in den 80er Jahren in ihrer Kleinstadt regelmäßig trifft, Verabredungen werden per Kreidezeichnungen vor den Häusern der anderen mitgeteilt usw.  Im Rahmen der Handlung passieren einige Dinge, in die die Freunde verstrickt werden und nicht alles lässt sich erklären. Dreißig Jahre später sind immer noch einige Sachen nicht geklärt, bzw. leben wieder auf. Und so müssen die Freunde sich doch wieder über die alten Dinge unterhalten, Gedanken machen und miteinander in Kontakt treten. Das kommt den Stephen-King-Fans unter Euch bekannt vor? 🙂 Ja, mir auch. Das Buch ist spannend, lässt sich flüssig lesen, kommt aber an das große Vorbild nicht ganz heran. Gerade zum Ende der Geschichte sind es irgendwie einige Dinge, die nicht so ganz logisch erscheinen, als wollte die Autorin das Buch dann irgendwie zu Ende bringen. Ein paar mehr Seiten hätten da vielleicht mehr Zug reingebracht.

Trotzdem hat es Spaß gemacht diese Buch zu lesen – ich kann es nur empfehlen.

Lone Teils schreibt über Nora Sand

Der Anfang des Buches war etwas „holperig“, man musste sich bei dieser neuen Autorin erst einmal einlesen. Wenn man das geschafft hat, war es sehr gut geschrieben. Worüber ich mich das ganze Buch wunderte, war die Tatsache, dass Nora Sand irgendwie, ja wie soll ich sagen, ein wenig Begriffsstutzig war. es gab zahlreiche Hinweise im Buch, die einem erfahrenen Krimi-Leser entsprechende Informationen gaben, Nora blieb aber doch sehr, wie soll ich sagen, leichtgläubig. Und das obwohl sie bereits im ersten Roman mit dem Serienmörder anscheinend schlimmes erlebt hatte.
Zur Geschichte: eine spannende Story, viele Wendungen, so das man sich aber trotzdem immer weiter in die Geschichte vertiefte und das Gefühl hatte, man war der Protagonistin immer ein wenig voraus. ich möchte an dieser Stelle keine Details verraten, kann das Buch aber nur empfehlen. Wie geschrieben, je weiter man in der Geschichte kam, desto schneller, bzw. länger musste man lesen, konnte es nicht mehr weglegen.

Bullenbrüder – der 2. Band

 

Wieder einmal ein ganz anderes Buch. Auch wenn es auf den ersten Blick aussieht wie ein Kinder- und Jugendbuch – ist es gar nicht. Im Gegenteil, ein sehr unterhaltsames und kurzweilige Buch über zwei Brüder, der eine Kommissar, der andere Privatdetektiv, die jeder in einem Falle ermitteln, aber schnell merken, dass diese beiden zusammen hängen. Dazu kommt dann noch die Mutter der beiden, die sich nach langer Zeit mal wieder bei Holger einquartiert und gleich ihren zukünftigen Mann, Ricardo, mitbringt. Und Holger und sein „kleiner“ Bruder sollen nun mal eben die Hochzeit ausstatten. Kann man ja nebenbei auch noch mal machen. Aber her wie hin, am Ende gelingt es den Bullenbrüdern den Fall (der es dann ja wird) aufzuklären, auch wenn es nicht immer ganz ungefährlich von statten geht.

Mir hat das Buch gut gefallen, wie gesagt, mal etwas leichtere Kost, und zudem kurzweilig. Insofern habe ich nur drei Tage für die Lektüre gebraucht. Ich kann es empfehlen und werde mal schauen, ob mir der erste Band der Bullenbrüder auch noch mal über den Weg läuft.

Fanatisch

Das Buch ist einigermaßen spannend geschrieben, keine Frage. Es geht um sechs Mädchen die zeitgleich entführt werden, nach sechs Tagen wieder freigelassen werden und dann sechs Tage lang schweigen. Dazu waren bei ihrer Freilassung alle Mädchen gleich angezogen, alle hatten eine Verletzung an der Hand, die wiederum gut versorgt worden war. Was es damit auf sich hat klärt sich, natürlich, gegen Ende des Buches.
Das Buch ist spannend geschrieben, kurzweilig und trotzdem fehlt einem teilweise die Tiefe der Geschichte. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass dem mir zugesandten Exemplar ein, zwei Seiten fehlten. So kamen mir nachher die entsprechenden Erklärungen/Auflösungen einfach zu kurz. Man weiß zwar, wer daran beteiligt war aber warum und wie, das fehlt irgendwie. Da das Buch jedoch durchgängig nummeriert war, scheine ich hier etwas nicht verstanden zu haben… Schade.

Die Herzen der Männer

Mal ein ganz anderes Buch, als das, was ich sonst lese. Aber vielleicht gerade deshalb schön.

Es handelt sich um eine Geschichte, die sich über 57 Jahre hinzieht. Muss doch auf den ersten Blick langweilig sein. Aber das ist sie nicht. Nur wenn man die Geschichte eines Menschen kennt, kann man sein Verhalten auch einordnen, bzw. verstehen. Also zur Geschichte: Nelson hatte als Kind keine Freunde. Oder doch, vielleicht einen. Das ist nicht viel, verbindet die Beiden jedoch Ihr Leben lang. Und so lernen wir im Laufe der Geschichte nicht nur Nelson und Jonathan kennen, sondern auch die Nachfahren Trevor und Thomas. Und immer wieder dreht es sich um Regelmäßigkeiten, Verlässlichkeit. Und das füreinander einstehen. Und das ist nicht immer einfach. Aber wenn man sich nicht auf Freunde verlassen kann – auf wen denn dann?

Ein schönes Buch, es fließt wie ein langsamer Strom. Manche Dinge kann man voraussehen. Und man möchte den jeweiligen Protagonisten eine Warnung zurufen. Was natürlich leider nicht möglich ist…. Und so tritt es dann trotzdem ein.

Ein schönes Buch. Und es macht nachdenklich. Nachdenklich über die wichtigen Dinge des Lebens… Freundschaft zum Beispiel. Und vielleicht denkt man nach der Lektüre doch das eine oder andere mal anders oder zumindest nach…

 

Die Vergessenen und Totengrab

 

Die Vergessenen fängt an wie ein „normaler“ Krimi. Aber schnell stellt sich heraus, es geht um mehr. Es geht um Verbrechen die im zweiten Weltkrieg in Nazi-Deutschland geschahen. Die aber nicht alle geahndet wurden. Und um Menschen, die sich nach dem Krieg ein „normales“ Leben aufgebaut haben, sich entsprechende Reputationen erschaffen haben und diese nun ungern wieder verlieren wollen. Im Gegenteil, die diese schützen wollen. Natürlich nur aus guten, doch nachvollziehbaren Gründen. Denn was kann die eigene Familie, die Firma, die Nachfahren dafür?
Aber kann das funktionieren? Kann man ein normales Leben (wie wohl die meisten Menschen in Deutschland) leben und gleichzeitig das Wissen über die eigenen Taten in der Vergangenheit unterdrücken? Und können auch gute Taten in einem späteren Leben schreckliche Verbrechen vor vielen Jahren dann in „Gutes“ oder zumindest „nicht ganz so schlimmes“ umwandeln? Dieses Buch regt zum nachdenken an. Und dabei ist es noch ein super spannender Krimi… Ein absoluter Pageturner!

 

Um etwas anderes geht es in Totengrab. Vorab schon einmal: Leider gibt es das Buch nur als e-Book. Bei mir schon immer ein kleiner Punktabzug. Ich habe einfach zu gern ein Buch in der Hand…


Aber egal, das Buch war spannend, das hatte zuvor bereits die Leseprobe „verraten“. Der im Falle eines Selbstmords eines Jugendlichen ermittelnde Kommissar ist privat vom Verlust seines Kindes schwer gezeichnet, seine Probleme übertragen sich zwangsläufig auch auf seine Arbeit, spielen in seine Fälle hinein. Und dann noch das, auf dem Handy des jugendlichen Selbstmörders ist nur eine Nummer gespeichert. Seine, also die des Kommissars. Wie kommt seine Nummer dahin? Aufgrund seiner schon erwähnten Probleme gerät der Ermittler zuerst mit in den Kreis der Verdächtigen hinein. Seine Ermittlungen bringen lange keine Fortschritte, er scheint sich im Kreis zu drehen.
Wie gesagt, „nur“ ein e-book, aber spannend und empfehlenswert. Mir hat das Lesen Spaß gemacht. Ich hoffe, Euch auch.

Eine Gemeinschaftsproduktion

Eine, und ich glaube die erste gemeinsame, Buchproduktion von Stephen King und seinem Sohn Owen. Und ich muss sagen: Gelungen.  Das Buch: ein echter King. Die ersten Seiten sind nur gefüllt mit den Protagonisten. Wer, wie alt, wo, was. Und dann geht es los. Wie zu besten Stephen King Zeiten. Gaaanz langsam. Erst mal ein paar Leute kennen lernen. Und dann, schon nach wenigen Seiten, nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Nach wie vor frage ich mich ja, wie schreibt man zu zweit ein Buch? (Ich weiß ja nicht einmal, wie man es alleine macht) Und hier? Man kann nicht sagen, wer hat was geschrieben. Schreibt jeder ein Kapitel oder sitzt man zusammen, entwirft die Story und die Personen usw. und einer von Beiden macht dann eine Geschichte draus? Also, keine Ahnung. Aber man hat keine Brüche in der Geschichte, es ist alles stimmig. Und für jemanden wie mich, der vermutlich 99% aller King Bücher und Geschichten gelesen hat, eben ein echter King. Und wenn es so sein sollte, der der „alte“ King hier sein Erbe vorbereitet, bzw. dem Sohn den Weg bereitet, damit er nachher weiter schreiben kann: dann meinen großen Respekt. Ich habe bisher von Owen nur einige Kurzgeschichten gelesen, die haben mir allerdings nicht allzu gut gefallen. (Das trifft aber auch auf viele Kurzgeschichten von seinem Vater zu, bin wahrscheinlich eher nicht so der Kurzgeschichten-Typ)

Bei den Sleeping Beauties erwarten einen 960 Seiten und ich für mich kann nur sagen: ich liebe solche dicken Wälzer. Also, wer gern King liest, ab in die Buchhandlung um die Ecke. (Denkt dran: Nicht immer den einfachsten Weg, also Internet-Bestellung, wählen!)

Tick Tack – Wie lange kannst Du lügen?

Wieder einmal eine Buchrezension. Und bei Tick Tack von der amerikanischen Schriftstellerin Megan Miranda handelt es sich um ein sehr ungewöhnliches Buch. Der Krimi (ein Thriller ist es aus meiner Sicht eigentlich nicht) wird in großen Teilen Rückwärts erzählt. Es gibt eine Einführung im, sagen wir mal, „jetzt“. Dann springt die Schriftstellerin vierzehn Tage nach vorn, überspringt also die zwei Wochen und erzählt Tag für Tag rückwärts. Der erste Gedanke war: „dann weiß man doch schon immer, was noch passieren wird…“ aber das Gegenteil ist der Fall. WEIL man es weiß, ist man gespannt wann dies oder das passiert ist, wie es passiert ist usw. Man muss sich darauf einlassen, wie gesagt, es ist sehr ungewöhnlich und das richtige Ende kommt dann auch erst wirklich zum Schluss. Aber ich muss sagen, super geschrieben. Echt spannend, weil man manchmal denkt, „wovon erzählen die“, „wovon reden die“. Aber am Tag davor oder manchmal auch noch früher (oder später, je nachdem wie man es sehen möchte) kommt dann die „Auflösung“.

Vielleicht noch kurz, worum geht es eigentlich überhaupt? Die Hauptdarstellerin Nic kommt nach zehn Jahren wieder nach Hause zurück. Ihr Vater lebt inzwischen in einem Heim, das Elternhaus soll verkauft werden. Ihr Bruder bittet um ihre Hilfe und sie fährt also hin. Als sie damals ihre Heimat verlassen hat, war eine sehr gute Freundin verschwunden. Und kurz nach ihrer Ankunft verschwindet wieder ein Mädchen. Gehören diese beiden Fälle zusammen? Was haben die einzelnen Figuren damit zu tun? Oder was könnten sie damit zu tun haben? Und bevor ich zu viel verrate, mein Tip: Buch kaufen und lesen!

Absolut empfehlenswert!!! 5 von 5 Sternen.