Mobilität – muss ja wohl sein, oder?

Ich hatte hier ja schon mehrfach über das Thema E-Bike geschrieben, dass ich ein Fahrrad mit elektronischer Unterstützung nutze um zur Arbeit zu fahren. Also bei gutem Wetter. Und wenn es hell ist. Und so weiter. 🙂 Aber ich komme im Schnitt so auf knapp zwei Monate im Jahr, die ich auf das Auto verzichte und eben was für mich und auch ein wenig für die Umwelt tue.

Nun braucht man aber natürlich auch ein Auto. Also zumindest wenn man auf dem „Dorf“ wohnt, so wie wir. Und dementsprechend haben wir natürlich auch ein Auto. Einen Audi. Und wie ich vor ein paar Wochen schon mal geschrieben habe, machen wir uns aktuell nun Gedanken über einen neuen Wagen. Und was soll ich sagen? Unglaublich. Früher bis du zum Händler deines Vertrauens gegangen, hast gesagt „ich hätte gern einen Passat Variant, 1,8l, 90 PS, mit Schiebedach und elektr. Fensterhebern. Und einem Radio. Und schwarzen Treser-Rückleuchten.“ Und dann hat der Händler kurz in seine Preisliste geschaut, dir gesagt „39.950DM“ und dazu einen Preis für deinen zwei Jahre alten Golf IV genannt. Dann hast Du ja oder nein gesagt und das Auto wurde bestellt. Ok, ein klein wenig anders war es. Aber nicht viel.

Aber heute? Oh man. Also, „Verschrottungsprämie“ vom VW-Konzern ist bekannt gegeben worden. Erst mal schlau machen, wie viel gibt es für meinen bzw. welche Voraussetzungen muss ich erfüllen.

  1. ich muss einen Euro1-Euro4-Diesel mein Eigen nennen. – Passt
  2. dieser Diesel muss 6 Monate vor Bekanntwerden dieser Aktion auf mich zugelassen gewesen sein. – Passt auch.
  3. Wenn ich einen neuen A4 bestelle und meinen dann innerhalb von 4 Wochen nach Übergabe verschrotten lasse, erhalte ich 8.500€ Prämie. Wenn ich einen neuen A6 ordere, erhalte ich 10.000€ Prämie.
  4. Es gibt aber auch eine Prämie für ausgewählte „Youngtimer“. Autos, die i.d.R. (Keine Regel ohne Ausnahme) maximal 12 Monate alt sind, die beim ersten Verkauf noch nicht von Audi in irgendeiner Art und Weise bezuschusst wurden usw. Diese Prämie beträgt bei einem „Zuschussfähigen“ A4 dann 6.375€, bei einem solchen A6 sogar 7.500€

Nun also begann die Odyssee. Bei Regenwetter im Urlaub sind wir als erstes in Bad Nauheim zum Audi-Händler. Ein super netter Verkäufer und wir haben einfach mal einen A4 konfiguriert. Er hat alle Möglichkeiten toll erklärt, so dass ich auch verstanden haben, was sich hinter welcher Bezeichnung versteckt. Und zum Abschluss hat er uns voller Stolz den dortigen „Konfigurationsraum“ präsentiert. Ein kleiner, abgedunkelter Raum mit einem überdimensionalen Fernseher. Und wie durch ein Wunder (oder ein paar Tipps auf seinem iPad) erschien „unser“ A4 auf demselben. Andere Felgen? klick. Anderes Interieur oder Exterieur? klick, klick. Jedes Mal sofort „unser“ Auto, wie es später aussehen würde. Hammer. So was hat auch nicht jeder Audi-Händler, gibt wohl noch nicht allzu viele davon in Deutschland. (Wie ich später herausgefunden habe, kostet dieser Raum einen Audi-Händler wohl mehr als eine viertel Million Euro…). Ok, da musst Du schon ein paar Audis für verkaufen. Dann Gespräch, Preis. Nachlass. Abwrackprämie/Anzahlung und Restfinanzierung. Hat man ne Summe. Und nein, man sagt nicht sofort: geil, machen wir. Geht schließlich um viel Geld. Also erst mal sacken lassen.

Zu Hause denkt man dann: „wow, so viel Geld – vielleicht doch lieber nen Gebrauchten?“ Also am Wochenende mal ausführlich gesurft. Und am Sonntag einen schönen schwarzen A4 allroad mit 3Liter-Sechszylinder und grauer Innenausstattung gefunden, vielen Extras und weniger Geld als ein neuer. (Neupreis ca. 75.000€, 6 Monate alt, 16tkm gelaufen, jetzt knapp unter 50.000€) Oh la la. Dolles Ding. Email hingeschickt und am Montag mit dem Händler telefoniert. Ja, der allroad würde die Voraussetzungen für die Abwrackprämie erfüllen. Ok, bitte Angebot für Finanzierung erstellen.  Angebot kommt am Dienstag, ist nicht so ganz weit ab von gut und böse also kurz angerufen und Termin gemacht. In Stralsund noch ein wenig das schöne Wetter und die ebenso schöne Altstadt genossen.

Die Hansestadt Stralsund bei bestem Wetter

Dann zum Händler, das Auto war nämlich nachmittags noch unterwegs gewesen. Wir kommen da also ab, der Wagen frisch gewaschen und super geil (erster Eindruck) als der Händler sagt: Äh, die Abwrackprämie gilt für diesen Wagen allerdings nicht – ich habe das verwechselt. Wir haben noch einen braunen… für den gäbe es diese Prämie. Enttäuschung. Gespräche und andere Autos angeschaut. u.a. Auch Q5 (neu, statt 62.000€ nur 51.000€) usw. Was A4 betraf – natürlich auch Nachlässe auf die Liste besprochen usw. Aber nein, wir hatten uns auf diesen schwarzen mit der grauen Innenausstattung eingeschossen, wollten nun nix anderes… Also, nichts gewesen außer Spesen.

Im Rahmen unseres Urlaubes sind wir dann zwei Tage später noch einmal nach Kiel zu Audi gefahren. Einfach mal schauen. Und wieder mit Verkäufern über Gebrauchte und Neue gesprochen, Preise gehört, in Gedanken verglichen und gedacht: Hammer, welche Unterschiede es zwischen Kiel, Stralsund und Bad Nauheim so gibt.

Aber, schlauer waren wir nun immer noch nicht. Im Gegenteil, uns schwirrte der Kopf. Klima, Navi, Alu, Telefon, Abstandswarner, Reserverad, Anhängerkupplung, Memorysitze, Panoramadach, ACC, Park Assist , Listenpreis, Angebotspreis, Abwrackprämie usw.

Audi A4 allroad
Audi A4 Avant

 

 

 

 

 

 

 

Und dann kam der Tipp von Thomas aus Hamburg: wäre das nicht einer für Euch? Ein Audi A6 allroad. Hammer, obere Mittelklasse. Extras von hier bis Kapstadt. Neupreis 80kilo. Und nun, nach 15 Monaten und 24.000km? Unter Berücksichtigung der Prämie für meinen? Weniger als 40.000€.  Wie bitte? Wo ist der Haken? Ah, er hat kein Schiebedach. Doch damit könnte ich vielleicht noch leben. Aber er ist silber. 🙁

 

Audi A6 allroad

 

Das wollten wir nun eigentlich gar nicht. Andererseits, ein Werkswagen, Prämienberechtigt, viele Extras und für das Geld bekommst Du nicht einmal einen (neuen, aber) nackten VW Passat. Also, da müssen wir echt mal in uns gehen. Und in der größten Not könnte man den Wagen ja immer noch folieren… Wir werden mal ein wenig darüber nachdenken müssen…

Natürlich ist mir klar: soo ein Auto braucht man auch nicht. Andererseits, wir fahren gern Auto und für uns ist oft genug auch der Weg das Ziel. D.h. wir nutzen die Möglichkeit uns im Auto in Ruhe zu unterhalten, dahinzugleiten und eben auch ein schönes Auto zu genießen. Das haben wir bereits mit unserem 523i damals so gehalten, mit unserem Chrysler Grand Voyager, mit dem Audi Cabrio mit dem legendären 2,3Liter-5-Zylinder-Motor und auch die letzten 13 Jahre mit unserem jetzigen A4 Avant. Wir mögen schöne Autos und sind auch bereit, dafür ein wenig mehr Geld auszugeben. Und andererseits: dieser A6 würde im Endeffekt weniger kosten, als der A4 als Neuwagen… Nicht viel, aber ein wenig.

4. September – es wird kälter…

7° waren es heute Morgen noch. Frisch, würde ich mal sagen… bin denn auch lieber in langer Hose gefahren.
Aber wenn dann die Sonne aufgeht – geht einem jedes Mal auch das Herz auf. Erster Stop war am Flörkendorfer Teich. Vermutlich war das Wasser wärmer als die Luft, leichte Nebelschwaden waberten über das Wasser.

Der Flörkendorfer Teich morgens um 6.25 Uhr

Nur ein paar hundert Meter weiter – schon wieder ein traumhafter Blick. Die Sonne geht auf. Über der Ostsee (die man nicht sehen kann, aber man weiß ja, wo sie ist).

Sonnenaufgang um kurz nach halb sieben

Und dann, weiter Richtung Stockelsdorf ein Blick über die Felder und man sieht in den Senken auch wieder den Nebel stehen. Musste einfach noch einmal anhalten und fotografieren.

Nebel in der Senke

29.08.2017 – langsam unheimlich…

Wenn man nun ein wenig zurück blickt, ist es (bis auf eine Ausnahme) seit letztem Montag trocken. Lediglich am Freitagmorgen hat es, wenn ich mich nicht täusche, geregnet. Wenn man die letzten drei Monate einmal zurück blickt, ist das schon fast unheimlich.
Heute Morgen waren es zwar auch wieder nur 11°, aber die Sonne ging auf und es war wieder wunderschön, mit dem Rad zu fahren. Mit dem Auto hat man sonst nur einen kurzen Blick aus dem Fenster und denkt, toll, müsstest mal ein Foto machen. Mit dem Rad macht man es dann auch.

Und nur wenige Kilometer weiter, mit der Sonne im Rücken, dann ein toller Blick auf ein bereits abgeerntetes Feld mit großen Rundballen, die auf ihren Abtransport warten.

25.08.2017 – Sommer?

Nun haben wir tatsächlich drei Tage ohne jeglichen Niederschlag gehabt. Ich glaube, das war das erste Mal in diesem Sommer. Also auch drei Tage am Stück!
Zwar war für Donnerstag Regen angekündigt, ich habe auch brav das Auto zur Arbeit genommen, aber der Regen blieb aus. Na toll. Heute nur eine klitzekleine, ganz leichte Regenwolke auf dem Regenradar. Also, was gemacht? Genau. Das Fahrrad genommen. Allerdings hat diese kleine fiese Wolke nicht nur die ganze Zeit einen leichten Regen mit kleinen Tropfen verstreut. Nein, sie hat auch noch genau den gleichen Weg wie ich genommen. Na was solls. Es ist Freitag, das Wochenende steht vor der Tür. Und ein Vorteil mit dem Rad ist ja nach wie vor: ich brauche nicht über die Brücke zu fahren:

Ein immer wieder gern gesehenes Bild auf dem Weg zur Arbeit…

Und wie gesagt, die Wolke war nur über mir. In Richtung Ostsee war das Wetter richtig schön, die Sonne ging auf und der Ausblick war wieder einmal toll anzusehen:

Sonnenaufgang über der Ostsee

Heute auf dem Rückweg werde ich die 4.000km Marke mit meinem Rad überqueren. In dann nur 1.5 Jahren und als bekennender Schönwetterfahrer eine Leistung auf die ich ein ganz klein wenig stolz bin. 🙂

22.08.2017 – und noch immer kein Sommer…

Weiß das Wetter eigentlich, dass Sommer ist? Also Sommer sein sollte meine ich. Heute morgen in Ahrensbök: 9° Celsius. Da ziehst Du freiwillig Fingerhandschuhe auf dem Rad an. Von der Jacke und dem Halstuch ganz zu schweigen. Dabei sollte zu dieser Jahreszeit ein einfaches Shirt ausreichend sein. Aber nein, sch… kalt.
Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen wieder deutlich unter 50 Minuten geblieben. Und dabei noch Zeit für einen kleinen Fotostop gehabt.

„Still ruht der See“

Aktuelles am 20.08.2017

So, der erste Spieltag der neuen Bundesligasaison ist vorbei. Und damit auch der erste Spieltag mit dem Videoschiedsrichter. Hat man ihn bemerkt? Ja, sehr wohl. Im Eröffnungsspiel der Bayern am Freitagabend gab es einen Elfmeter. Es ging ein Foul voraus, welches der Schiedsrichter übersehen hatte. Der Gefoulte trat selbst an (Lewandowsky) und traf zum 3:0 Zwischenstand. Und bei der sonntäglichen Partie Freiburg gegen Frankfurt wurde das 1:0 für Freiburg vom Videoschiedsrichter wieder zurückgenommen. Es ging eine Abseitsposition voraus. Beide Entscheidungen unstrittig vom Video-Schiri richtig gesehen, nimmt es einem aber nicht doch die eine oder andere Aufregung über Fehlentscheidungen? Wir werden es in der Zukunft wissen. Meine Hamburger haben übrigens zum ersten Mal seit 2010 wieder ein Auftaktspiel gewonnen. 1:0 hieß es am Ende gegen Augsburg. Allerdings wird aktuell weniger über das Spiel gesprochen (war auch nicht so toll von den Hamburgern) als über den Mäzen Kühne und noch mehr über den Torschützen Nicolai Müller. Der verletzte sich nämlich beim Torjubel (!) als er umknickte und sich das Kreuzband riss. Das war richtig sch…

Ansonsten warten wir am 20. August noch immer auf den Sommer… aber er lässt sich nicht sehen. Wieder einmal ein verregnetes Wochenende, Gäste werden schon gar nicht mehr zum grillen eingeladen, sondern zu ganz normalen Abendessen „inhouse“. Das Wetter ist echt traurig dieses Jahr. Gestern z.B: waren es gerade einmal 14° bei (natürlich) Regen und Sturm. Heute morgen auch nur 10°, aber wenigstens trocken und ich bin mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Wenn ich mich nicht verzählt habe, war es heute der 26. Tag seit dem 2. Mai. Da ist also auf jeden Fall noch Luft nach oben – obwohl wie denn, bei dem Wetter? Wenn man erst mal im Trott drin ist, dann ist es morgens ganz selbstverständlich die Radfahr-Klamotten anzuziehen und das Bike zu nehmen. Man darf dem inneren Schweinehund einfach nur keine Chance geben erst wach zu werden. 🙂 Und 26 Tage á 54km sind auch ca. 100 gesparte Liter Diesel. Und Abnutzung. Und frische Luft für den Fahrer. Und zigtausend verbrannte Kalorien. Und überhaupt. Wenn das Wetter einfach so wäre, dass man den Sommer über immer fahren könnte…

schon wieder Mitte August…

Das heißt, ich habe im Endeffekt dreieinhalb Monate nichts geschrieben… dabei ist doch soviel passiert.
Im Mai hatte mein HSV sich wieder einmal mehr als knapp vor der Relegation und damit einem vielleicht sogar Abstieg gerettet. Was für ein packendes Finale gegen Wolfsburg mit dem „last Minute Tor“ von Luca Waldschmidt gegen die Wolfsburger. (Die sich dann in der Relegation mit zwei Siegen gegen Braunschweig durchsetzten und die Klasse hielten). Durch unser Kiwanis-Tippspiel konnten wir dem Club etwas mehr als 274€ (4€ pro Tipper zzgl. einige Spenden) spenden. Und für die neue Saison, die bereits übermorgen mit dem Spiel der Bayern gegen Leverkusen beginnt, sind wir schon 55 Mitspieler (sofern sich keiner mehr abmeldet). Das würde bedeuten am Saisonende mindestens weitere 220€ für die Kinder- und Jugendarbeit im Ort. Eine nette Sache mal so nebenbei.

Und was mein E-Bike betrifft: bis heute habe ich nun 22 Tage nutzen können um mit dem Rad zu Arbeit zu fahren. Darüber hinaus ein paar Touren mit Ilona an den Strand und im Lauenburgischen unternommen. Bis heute habe ich insgesamt 3.740 km abgefahren. Gar nicht so schlecht, wie ich finde. Und wenn wir einen Sommer gehabt hätten… was hätte das Fahrradtechnisch werden können. Aber kaum einmal drei Tage Sonne am Stück, eher jeden zweiten Tag Regen. Was mich gleich zu meinem nächsten Thema bringt:

Wasser in Ahrensbök. Obwohl, das Thema ist so umfangreich… ich glaube dazu werde ich einen extra Beitrag schreiben.

Tja, und was unseren Audi betrifft: im Oktober wird er 13 und hat aktuell 373.350 km (!) gelaufen. Außer Bremsen und Reifen und im vergangenen Jahr eine neue Lichtmaschine noch keine größeren Schäden gehabt. Naja, fast keine. 🙂 Einmal der Stellmotor für die Heckklappe, einmal der Fensterheber auf der Fahrerseite. Einmal musste der Fahrersitz neu bezogen werden. Also eigentlich fast alles im grünen Bereich. Wenn da nicht die Sache mit der Nockenwelle (KM-Stand 202.000) gewesen wäre.

So ähnlich sieht unser A4 auch aus

Seit einigen Tagen, Wochen, Monaten denkt man natürlich schon mal über ein neues Vehikel nach. Zwangsläufig. Obwohl er eigentlich noch super in Schuss ist. Und jeder Monat, den wir ihn länger fahren, spart richtig Geld. Dann kam wieder einmal die Diesel-Diskussion auf und ich habe das Thema erst einmal ad Acta gelegt. Unser Modell ist von den ganzen Schummeleien ja anscheinend nicht betroffen, zumindest war er bisher nicht bei den benannten Motoren. Andererseits hat VW (als Vorreiter) nun letzte Woche bekannt gegeben, dass es bei „Inzahlungnahme“ eines alten Diesel (Euro1 bis Euro4 (unserer z.B.)) bis zu 10.000 Euro gibt. Beispiel: bei Kauf eines neuen Audi A4 zahlt Audi 8.500€, bei einem neuen A6 sogar 10.000€ „Umweltprämie“. Umweltprämie, schon klar. Abwrackprämie müsste es offiziell heißen. Nur dieses Mal eben von den Autoherstellern, nicht vom Staat. Unser A4 ist eigentlich viel zu schade, um in der Schrottpresse zu landen. Tipptop in Schuss, läuft wie ein Uhrwerk, verbraucht durchschnittlich nur knapp über 6 Liter auf 100km. Andererseits, gebe ich ihn für einen Neuwagen (oder guten Gebrauchten) irgendwo in Zahlung, werde ich vermutlich nur 2.500 bis 3.000€ bekommen. Mit ganz viel Glück und einem guten Verkäufer vielleicht 3.500. Wenn ich mich nun für einen neuen A4 entscheide, zahlt Audi mir freiwillig mehr als 5.000€ mehr! Mehr Geld kann ich ja gar nicht sparen. Und wie gesagt, neuer wird unser „Raudi“ auch nicht mehr…Das Angebot gilt bis zum 31.12.2017 – bis dahin werden wir also eine Entscheidung treffen müssen…

Das Erste Mal!

Sechs Wochen später als im letzten Jahr, aber jetzt ist es passiert… Das erste Mal in 2017 bin ich mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Noch ein bisschen kalt und der Schweinehund war auch ganz schön groß, aber nun musste es endlich sein. Und es war herrlich. Die Sonne schien schon ein wenig, es waren ca. 6° und ich war warm genug angezogen. Es war herrlich. Nun hoffe ich, dass es heute Nachmittag auch noch trocken ist… 🙂

 

2016 – mein Fahrradjahr

So, nachdem ich die ganzen Blogbeiträge hierher kopiert habe nun vielleicht noch eine kurze Zusammenfassung meines „Fahrradjahres 2016“.

Die erst Hälfte verlief recht unterschiedlich. Ein paar Auf und Abs, Plattfüße, Speichenbrüche, schimpfende Minicar-Fahrer und sogar ein Unfall. Trotzdem überwog der Spaß, die Freude an der Bewegung usw, Nach dem Unfall am 27.07. kamen mein Bike und ich jedoch nicht wieder so recht in Tritt. Die erste Augusthälfte war es zwecks Reparatur in der Werkstatt. In der zweiten Augusthälfte hatte ich von einem Freund, der im Urlaub weilte, sein Motorrad geliehen bekommen. Also bin ich natürlich Moped gefahren. Anfang September ging es dann wieder los mit dem Treten. Leider immer wieder mit Ausfällen des Akkus. Das führte zu mehreren kurzen Werkstattaufenthalten, bzw. im Endeffekt einem längeren. Am 5.10. bekam ich mein Rad zurück, nachdem alles ausgetauscht worden war. Akku, Motor, Hinterrad samt Speichen, komplette Verkabelung. (Viel mehr ist dann auch nicht…) Leider ließ sich der neue Akku nicht mehr mit dem Handy, bzw. der App verbinden. 🙁 Aber Mitte November habe ich dann einen neuen Akku erhalten. Sogar einen mit mehr Kapazität, 691 Wh. gegenüber 562 zuvor. Nun also auf besseres Wetter warten und gespannt sein. Auf jeden Fall sind Handy und Rad wieder miteinander kompatibel, die Vorfreude ist schon mal wieder da.

2017 kann kommen!

Mein E-Bike

Seit dem Frühjahr 2016 bin ich stolzer Besitzer eines Specialized Turbo X CE 2016. In der Vergangenheit habe ich in einem Blog auf einer anderen Website (www.thorstens.bike) darüber immer wieder berichtet. Da ich jedoch meist die gleiche oder zumindest ähnliche Strecke fahre, wurden die Einträge weniger. Aufgrund verschiedener Vorfälle im zweiten Halbjahr leider auch die Fahrten. Insofern habe ich die Domain wieder gekündigt. Um zum einen diese neue Seite mit ein wenig Inhalten zu füllen, aber auch um die Arbeit nicht einfach zu löschen, werde ich die Texte hier im folgenden einkopieren:

Ahrensbök am 30.Oktober 2015

Also, um es vorweg zu nehmen. ICH brauche natürlich kein E-Bike, ich kann ja schnell genug in die Pedale treten… Nur damit das schon mal klar ist, nicht wahr?

Im Frühjahr 2015 hat meine liebe Frau mir den Vorschlag gemacht, sie wolle sich ein E-Bike kaufen, damit wir auch mal wieder zusammen spazieren fahren könnten. DAS fand ich eine sehr gute Idee. Also wir zusammen zum Fahrradladen unseres Vertrauens, dem Fahrradprofi Klaus Röhr in Ahrensbök. (Ihr Fahrradprofi in Ahrensbök) Schon seit über 20 Jahren, also von Anfang an, kaufen wir alle unsere Fahrräder bei Klaus Röhr.  Er hat Ahnung und sagt einem ganz klar was man braucht oder auch nicht. (ich erinnere mich an ein Gespräch mit ihm vor vielen Jahren: „Klaus, ich brauche einen anderen, besseren Zahnradsatz – ich kann nicht schnell genug fahren“. Seine Antwort nach einem kurzen Blick auf die Zahnräder und ein schnelles überzählen: „Erik Zabel fährt damit 75 km/h – und Du?“ Ok, ich bin also wieder trainieren gegangen….)

Wir also zu Klaus und Ilona fragt mal ganz vorsichtig nach einem Fahrrad mit Unterstützung – „Welche Voraussetzungen muss das Rad denn erfüllen?“ „Ach“, sagte Ilona, „Hauptsache es ist rot“.  So kam es dann also, Klaus hatte ein rotes im Angebot, von der Firma Riese und Müller, ich glaube ein Avenue nevinci wenn ich es recht im Kopf habe.  Ilona hat es Probegefahren und dann gleich behalten. Seitdem (Mai 2015) ist sie viel mit dem Rad unterwegs, fährt regelmäßig nach Ottendorf oder Gleschendorf zum Schinken- und Fleischeinkauf, sie fährt nach Eutin um Besorgungen zu machen und nach Bad Schwartau oder Lübeck zu Ihrem Lieferanten. Alles Strecken, die sie früher (fast) nie mit dem Rad gemacht hat.  Und das gute dabei ist: sie hat auch noch Spaß daran.

Und auch unsere Wochenendtouren sind entspannter geworden – 40 oder 50 km zum Strand, am Strand entlang und wieder zurück sind nicht mehr so erschöpfend wie früher. Es macht richtig Spaß wieder zusammen zu fahren.

Aber wie gesagt, ich brauche das ja nicht. Ihr habt ja oben gelesen, 50 km spazieren fahren ohne Probleme. Also. Kein Thema für mich. Alles gesagt.

Anfang September musste mein Treckingrad mal wieder zur Inspektion. Die Schaltung justieren und alles einmal durchchecken. Und Klaus begrüßt mich mit den Worten: Na? Nun auch ein E-Bike für Dich?“ „Nein, Klaus, ich brauche keins. Danke.“  „Bist Du schon mal eines gefahren?“ „Ja, Ilona´s mal die Straße rauf und runter, war ganz ok“. „Fahr doch mal dieses hier (das Specialized Turbo X )“

SpecializedTurboXNa gut, ausprobieren kostet ja nix. Ein Blick auf das Preisschild (3.699€) und man weiß, das kaufst Du Dir eh nicht. Aus dem Laden geschoben, nachdem Klaus vorher Sattel usw. schnell an meine Größe angepasst hatte, und mit dem linken Fuß auf die Pedale um das rechte Bein über den Sattel zu schwingen. Doch was war das denn? Nachdem der linke Fuß eine viertel Pedalumdrehung gemacht hatte, war das Fahrrad schon zwei Meter weg… ich kam kaum hinterher. Was für eine Beschleunigung bereits beim Anfahren. Unglaublich. Wow. Also erst mal konzentrieren, runter vom Parkplatz, auf die Straße und ne Strecke von ca. dreieinhalb Kilometer durch den Ort hinter mich gebracht. und ob ihr es glaubt oder nicht – das Lachen dabei nicht aus dem Gesicht bekommen. Und wie ich später auf der Webseite des Herstellers nachlesen konnte – passiert das allen die das erste mal mit dem Turbo X fahren. Ohne große Anstrengung mehr als 38 km/h geschafft und dabei überlegt: Damit könntest Du glatt zur Arbeit fahren.  Hintergrund zu diesen Gedanken: Ich habe aktuell eine Strecke von etwas mehr als 25 km (einfache Tour) zur Arbeit. Dafür brauche ich hin meistens 35 Minuten, zurück ca. 45 Minuten.  Bis jetzt bin ich nicht dem Rad zur Arbeit gefahren, weil ich dort einigermaßen ordentlich aussehen muss und vor allem habe ich keine vernünftige Möglichkeit dort zu duschen. So, wer fährt morgens mal eben 25 km in einer respektablen Zeit ohne zu schwitzen? Ich nicht.  Also blieb es nach. Und der innere Schweinhund war ja auch noch da, nicht wahr? 🙂

Aber zurück zum Specialized Turbo X: ein unglaubliches Fahrgefühl und das Wissen: Du brauchst ein E-Bike. Aber so viel Geld? Dazu kommen dann noch „Kotflügel“ und ein Gepäckträger mit einer passenden Tasche (schließlich muss ja das iPad und das TimeSystem mit, und das Pausenbrot ja auch noch). Dann ein richtiges Schloss, welches den Namen auch verdient. Und dann sollten zwei, vielleicht sogar drei Tage in der Woche mit dem Fahrrad zur Arbeit möglich sein. Und das wäre für mich echt gut. Denn in den letzten Jahren habe ich doch ein wenig zugenommen… seitdem ich nicht mehr regelmäßig Rad fahre. Und wo sollte es stehen? Ich meine, wenn ich nicht fahre? Im Keller? Neben dem Treckingrad? Oder neben dem Rennrad? Oder alle drei zusammen? Moment, brauche ich überhaupt drei Fahrräder? Wann bin ich zuletzt Rennrad gefahren? 2013 250 km. 2014 300km vielleicht. 2015? Keine 50km.  Keine Zeit. (sagt der Schweinehund, ihr wisst ja).

Aber soviel Geld. Und ich habe doch 2014 auch gerade den Motorradführerschein gemacht. Und das Moped war von der Frau doch auch schon genehmigt.(Ich war bisher nur zu geizig, bzw. das was mir gefiel kostete eben auch…)

Wenn ich aber nun das E-Bike kaufe, das Rennrad in Zahlung gebe (dann ist auch Platz im Keller) dazu kein Motorrad kaufe (damit bewege ich mich ja auch nicht mehr, außerdem ist dafür auf gar keinen Fall Platz im Keller) dann ist es sogar günstiger als ein Motorrad. Und das wichtigste: Ich tue endlich mal wieder was für mich. Und ob ich nun 45 Minuten oder vielleicht 60 oder 70 Minuten brauche – das macht den Kohl nicht fett. Mich aber (hoffentlich)etwas schlanker.

Nun ja, kurz gesagt, lang gedacht. Mitte September ging es in den Urlaub. Ich habe bestimmt einige Stunden am Pool damit verbracht Vor- und Nachteile gegeneinander aufzuwiegen. Und was soll ich sagen: Ich habe mich gegen das Motorrad entschieden – dafür ist ja später noch Zeit. Aber ich habe mich auch nicht fürs E-Bike entschieden. So viel Geld für ein Fahrrad. (Aber das Moped wäre doch viel teurer gewesen…).

Mitte Oktober fragte Ilona mich dann, was nun wird? Fahrrad oder Moped? Oder nichts von beidem.  Da passte es ganz gut, dass ich mal wieder zu Klaus Röhr musste… und was soll ich sagen: „Du hast mein Fahrrad verkauft!“ entfuhr es mir – das Turbo X war weg. Klaus klärte mich dann freundlich über den Unterschied zwischen seinem und meinem Fahrrad auf: „weißt Du, Thorsten, dazwischen liegt nur eine Kleinigkeit, eine … Überweisung“ Stimmt. Da war doch noch was…

Und übrigens, das Turbo X gibt es nicht mehr. Es gibt jetzt neu das Turbo X CE 2016.

SpecializedTurboX_CE

Und was ist daran neu? Außer dem Preis vermutlich? Neue Bremsen, von Shimano. Die Fachhändler waren mit den zuvor verbauten nicht so zufrieden, es gab aus der Händlerschaft viel Gemurre deswegen. Dazu ein deutlich stärkerer Akku. Und damit natürlich verbunden eine größere Reichweite. Und eine Federgabel mit 50mm Federweg. Und das alles für nur 300 Euro mehr. Und mit dem blau abgesetzten am Rahmen sieht es auch ein wenig besser aus. Oder? „Ok, wenn ich es jetzt bestelle, wann habe ich das Rad?“

„Anfang Januar voraussichtlich.“ HALLO? Wir haben Ende Oktober! – „Ja, eben heiß begehrt.“

Wir sind dann auseinander gegangen. Klaus rechnet mit einem hoffentlich spitzen Bleistift, was das Rad mit den ganzen TD-Extras kostet und vor allem, was er mir für mein Rennrad gibt, welches er in Zahlung nehmen sollte. und wenn ich diese Summe erfahre, dann werde ich mich entscheiden – mit dem Rad zur Arbeit oder weiterhin faul im Wagen sitzen?

 

So, ein paar Tage sind ins Land gezogen. Ich bin noch einmal ausführlich in mich gegangen, habe mir die Preise noch mal vor Augen gehalten: 3.999 € für das nackte Fahrrad. Das „naked bike“ sozusagen. Dazu dann Kotflügel um mich bei schlechtem Wetter vor Nässe von unten zu schützen, kombiniert mit dem Gepäckträger, und ganz wichtig, ein richtiges Schloss z.B. von ABUS:

abusDann braucht es ja noch eine vernünftige Tasche an dem Bike für die Marschverstärkung  für Unterwegs und last but not least: Pedale mit Klick.  Am Besten eine Kombipedale. Bei diesen Pedalen, gibt es eine Seite zum Einklicken für Klickpedalschuhe,  und eine andere Seite als Plattformpedal für Straßenschuhe. So habe ich es an meinem Treckingrad auch und das ist eben optimal – nie die falschen Schuhe an. Mit Straßenschuhen auf dem Rennrad mal eben zu Jürgen fahren – eher nicht. Zu klein die Auflagefläche und zu unbequem. Aber sowohl als auch, das ist es.

Diese, all  meine Wünsche, also Klaus mitgeteilt und zack, siehe da, die Endsumme beläuft sich nur auf erstaunlich 4.500 €. Ein wahres Schnäppchen also. Nun gut. Der schwarze Renner wird dann in Zahlung gegeben. Da bin ich mir inzwischen ganz sicher.

Wir sprechen also über meinen fast noch fabrikneuen Renner. „Wie, 10 Jahre? Das kann doch nicht sein. Sieht doch eher aus wie zwei…“  Klaus überlegt, Klaus rechnet, Klaus nennt mir einen zu bezahlenden Endpreis. Ich nenne ihm den von mir zu bezahlenden Maximalpreis. Nach gefühlten 22 Minuten härtester Verhandlung wie auf einem türkischen Basar (auf dem ich noch nie war, mir aber so vorstelle) sind wir uns einig. Ich bin  gerade noch einigermaßen zufrieden und ich hoffe Klaus ebenso.  Zumindest schauen wir uns noch immer freundlich in die Augen, niemand hat Tränen in den Augen.
Ein ähnlich intensives Preisgespräch hatte ich erst einmal: in New York 1988. Ein Geschäft für Technik aller Art (vom ferngesteuerten Flieger über die Mikrowelle bis eben zum Fotoknips) und der gute Mann dort wollte mir für meine damalige Nikon unbedingt ein „Fischauge“ verkaufen. Ich war auch interessiert. Als er mit dem Preis dann jedoch nach geraumer Zeit von 499 Dollar/Stück auf 100 Dollar für zwei Objektive runter war (Stefan war mit und hatte das gleiche Kamera-Modell) pendelte ich eine Weile zwischen „echtes Schnäppchen“ und „der Typ wollte mich am Anfang verarschen, da kaufe ich nicht“ hin und her. Am Ende entschied ich mich dann für „nicht kaufen“ und denke heute noch manchmal: „50$, das hättste mal machen sollen…“

Liefertermin für meinen neuen Flitzer: Anfang Januar. „Vielleicht wird es ja noch was zu Weihnachten“. Muss gar nicht sein, Anfang Februar reicht auch. Dann habe ich noch länger Zeit zu sparen… Wie viel habe ich eben ausgegeben? Fast 9.000 Deutsche Mark für ein Fahrrad? (Ja, manchmal rechne ich auch nach 13 Jahren noch um…) Aber in Euro hört es sich dann doch viel netter an.  Und ist auch ok, schließlich habe ich lange genug darüber nachgedacht. Und ich will es inzwischen auch. Ich WILL damit regelmäßig zur Arbeit fahren. Ich WILL wieder mehr für mich und meinen Körper tun. Und ich werde es tun. Den Schweinehund bekämpfen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Genau. 2016 wird mein Jahr.

Nun habe ich also noch ein paar Wochen Vorfreude auf mein neuestes Spielzeug. Kann bis dahin ja mal überlegen, wie ich es taufen werde. Vorschläge nehme ich natürlich gern entgegen.  Ich werde Euch weiterhin auf dem laufenden halten.

 

111

Ich kann es kaum erwarten, bis es geliefert wird….

Das Specialized Turbo X vereint Speed und Style durch einen innovativen Hinterrad-Motor, zuverlässige Elektronik und ein integratives Design. Der jetzt noch kräftigere Motor beschleunigt dich leise und rasant auf 45km/h.
Mit der RockShox Paragon Federgabel und griffigen Specialized Trigger Reifen ist das Turbo X ein komfortables, kraftsparendes Bike für Touren auch abseits befestigter Wege. Dank heller Lichtanlage und optional erhältlichem Schutzblech-Gepäckträger-Set ist es auf dem Arbeitsweg oder im Alltag ein genauso attraktiver Begleiter. Die neue Batterie mit Bluetooth-Funktion ist kompatibel mit der Specialized Mission Control App, damit du deine Strecken und Reichweiten einfach planen kannst. Ganz gleich, wofür du das Turbo X auch verwendest, du wirst jede Fahrt genießen und überall mit einem Lächeln ankommen! (Genau so war es bei meinen Probefahrten!)

  • Stabiler und formschöner Aluminium-Rahmen mit top Steifigkeit für hohe Fahrstabilität bei High-Speed; integrierte Batterie und Verkabelung; 12mm Steckachse; Montage-Vorrichtungen für custom Turbo Schutzblech-Gepäckträger-Set.
  • Die RockShox Paragon Federgabel mit 50mm Federweg sorgt für Kontrolle und Komfort auf rauen Untergründen; Lockout-Funktion für Anpassparkeit an Straßen-Einsatz.
  • Der leise Specialized Turbo S Hinterrad-Motor sorgt für eine kräftige, direkte Unterstützung.
  • Stylische Bedien-Einheit mit beleuchtetem Display und Joystick-Funktion zur Steuerung der Modi.
  • Hochwertige Lithium-Ionen-Batterie mit hoher Leistungsabgabe und bester Sicherheit dank präzisem BMS zur Zellüberwachung; 562 Wh Kapazität; ANT+/Bluetooth für Kompatibilität mit der Specialized Mission Control App (für iOS und Android Mobiltelefone).

technische Daten:

RAHMEN: Turbo alloy, smooth welds, suspension optimized geometry, fully-integrated down tube battery, internal cable routing, 700c, X12 thru-axle dropout, full fender/rack mounts
GABEL: RockShox Paragon, 50mm travel
STEUERSATZ: 1-1/8″ upper/lower, threadless, Campy style, cartridge bearings
VORBAU: Specialized, 3D forged alloy, 4-bolt, 7-degree rise
LENKER: Specialized, flat bar, double-butted 6061 alloy, 9-degree backsweep, 31.8mm
LENKERGRIFFE: Specialized Body Geometry XCT, dual compound, lock-on
VORDERRADBREMSE: Shimano Deore BR-M506, resin pads, 180mm rotor
HINTERRADBREMSE: Shimano Deore BR-M506, resin pads, 180mm rotor
SCHALTWERK: Shimano Deore Shadow, 10-speed
SCHALTHEBEL: Shimano Deore, 10-speed
KASSETTE: Shimano, 10-speed, 11-36t
KETTE: KMC X10, 10-speed, w/ reusable MissingLink
KURBELGARNITUR: Specialized Stout, 2 pc., w/ alloy bashguard
KETTENBLÄTTER: 48T
INNENLAGER: Samox
FELGEN: 700c, disc, alloy, double-wall, pin joint, 36h
VORDERRADNABE: Specialized, Hi Lo disc, alloy, RCC bearing system, QR, 36h
SPEICHEN: Stainless, 2.3/2.0/2.0mm
VORDERREIFEN: Specialized Trigger Sport, 60TPI, wire bead, BlackBelt protection, 700x47mm
HINTERREIFEN: Specialized Trigger Sport, 60TPI, wire bead, BlackBelt protection, 700x47mm
SATTEL: Body Geometry Targa Sport, 155mm, w/ rear light integration
SATTELSTÜTZE: Alloy, 2-bolt, micro-adjust, 12.5mm offset, 30.9mm
SATTELSTÜTZKLEMME: Alloy, 31.8mm
MOTOR: Turbo S Specialized Motor, 250Watt, X12 axle
BEDIENELEMENT: Turbo Clean Cockpit, integrated thumb control, illuminated display
AKKU: Turbo Integrated down tube battery, self-locking key release, on-board or off-bike charge capable, LED power indicators, start-up diagnostic feature, magnetic connectors, 562Wh capacity, w/ ANT and Bluetooth
LADEGERÄT: Custom Specialized, 42V4A, w/ Rosenberger plug
VERKABELUNG: Wiring harness
SCHEINWERFER: Supernova E3, w/ standlight
RÜCKLICHT: Supernova E3, w/ standlight

Farbe: black/Cyan

 

Nun muss ich Euch die Geschichte von Heiligabend 2015 erzählen….

Meine Frau hatte in den Wochen zuvor schon Andeutungen gemacht wie „Dein Geschenk wird der Hammer“, „ich hoffe ich habe deinen Geschmack getroffen“, „Du kommst nie darauf, was ich Dir schenke“ usw.

Nun kommen hier verschiedene Dinge zusammen. Zum einen, ich bin nicht neugierig. Vor allem, wenn sie sagt, „Da kommst Du nie drauf“, schalte ich einfach ab. Ich frage nicht nach (komme ich ja eh nicht drauf), vergesse das ganze schnell wieder, vor allem suche ich nicht im Haus nach irgendwelchen Anzeichen oder so was. Zum anderen macht dieses Verhalten meine Frau ganz verrückt – sie ist so voller Vorfreude und kann meine Inaktivität hierbei gar nicht verstehen…

Also war ich eben ganz entspannt. Bis sie mir am 24. also, vor der eigentlichen familiären Bescherung eröffnete: „Klaus Röhr hat Dein Fahrrad gar nicht bestellt…“ Wie? Ich war doch am 30. Oktober da, habe alles mit ihm abgesprochen usw. WO IST MEIN FAHRRAD??? Tja, sie kennt mich halt. Meine Frau wusste, dass ich mal wieder zu geizig wäre, für mich so viel Geld auszugeben. Eine Entscheidung zu treffen, die doch so einen großen Einfluss auf unser Bankkonto hätte… (Hatte sie ja auch recht, ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich mir sehr lange Zeit gelassen hatte…)

Daraufhin war sie bereits im September bei unserem Fahrradhändler gewesen und hatte mit ihm alles klar gemacht. Er hatte gesagt, für welches Fahrrad ich mich interessiere, welche Ausstattung ich brauche usw. Meine Frau hatte entschieden, welches meiner beiden Fahrräder ich in Zahlung gebe (nicht das Rennrad) und den Preis ausgedealt. Und eigentlich sollte das Rad auch zu Weihnachten da sein.

Eigentlich. Aber die Überraschung war ihr trotzdem gelungen. Und für die Lieferzeiten bei Specialized kann ja keiner was.

Nun kommt es voraussichtlich am 21. Januar. 2016. So gesehen nun nur 15 Tage…. Der Countdown läuft… (Ich hoffe, bis dahin sind die Temperaturen auch wieder andere – vielleicht 9° plus statt 9° minus, wie aktuell.

21. Januar 2016 – Der Tag der Lieferung…

dachte ich… Meine Frau hatte es ja schon vermutet: das verzögert sich bestimmt noch mal. Und wie meist im Leben: Die Frau hat recht. 🙁

Neuer voraussichtlicher Liefertermin nun der 27. Januar 2016.  Ich bin gespannt. Jedoch das schlimme an der Sache ist: die Spannung nimmt ab. Die Lust auf das Fahrrad lässt nach. Vier Monate Lieferzeit sind nun um. Meine Vorfreude sackt ab. Ich befürchte, wenn ich nächste Woche höre, es wird Februar oder noch später, dann werde ich das Thema E-Bike ad acta legen und mich doch wieder Richtung Motorrad umschauen. Im Februar sind ja erfahrungsgemäß die Hamburger Motoradtage in den dortigen Messehallen und da gibt es bestimmt interessantes zu sehen. Ich bin enttäuscht. Und ich hasse es, enttäuscht zu sein.

Ergänzung 22.02.16 – also, der erste Frust ist weg. Ich werde sicherlich weiter warten. Aber was mich echt enttäuscht: Die Vorfreude ist weg. Irgendwie scheint es mir jetzt plötzlich egal, wann es kommt. Und damit stellt sich natürlich die Frage: kann ich mich jetzt wieder freuen, wenn es wirklich da ist? Komisches Gefühl. Und ich gebe zu: so lange habe ich noch nie auf etwas gewartet.  Ok, ein Urlaub vielleicht mal. Aber da hat man den Termin ja auch selbst gewählt. Aus Gründen des Wetters, der Jahreszeit oder eben der Urlaubsplanung im Büro.  Andererseits: Selbst mein A4 wurde schneller geliefert…. Da sollte Specialized echt mal in sich gehen und sich seine Vorausplanung überdenken und seinen Einkäufern ins Gewissen reden.

Am Mittwoch, den 03.02.2016, war es dann nun endlich so weit. Mein neues Fahrrad war abholbereit. Problem: Abends ne Horde hungriger Männer zum Schinkenessen eingeladen. Das bedeutete: Nach der Arbeit schnell beim Bäcker vorbei und backfrisches Brot geholt. Dann nach Hause, das Rennrad aus dem Keller geholt und zum Fahrradprofi gefahren. Das Turbo X CE 2016 stand bereit, es war zusammengebaut, alle Anbauteile installiert und wurde nur noch einmal „angepasst“. Kurze Einweisung, ein paar Details, Übergabe der Zubehörteile und der Rechnung und ich wurde entlassen. Ich durfte mit MEINEM Rad auf die Straße.

Jedoch, als ich vor die Tür kam – hat es wie aus Eimern geschüttet. Es wurde also keine richtige erste Fahrt, es war ein kurzes „nach Hause hetzen und dabei möglichst den Regentropfen ausweichen“. Nützte aber nix, nach den vielleicht 500m war ich klitschnass. Ätzend. Aber egal, nass, aber glücklich. War ja eh nicht viel Zeit wegen dem Besuch…

Am Donnerstag also der zweite Anlauf. Morgens Schneeregen und 0°. Mhhh. Keine guten Voraussetzungen.  Egals, im Laufe des Tages wandelte sich das Wetter, es wurde trocken, es wurde besser, die Sonne kam heraus und alles war gut. Das hielt so lange an, bis ich zu Hause war. Dort begann der Nieselregen, Wind kam wieder stärker aus und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Regen – hatte ich keinen Bock das Rad auszufahren.

Nun hoffe ich aufs Wochenende. Schauen wir mal.

Es war wie verhext…. die ersten Tage war das Wetter so richtig sch… als es besser wurde hatte ich mir so einen aufgesackt. Da ging gar nix. Ich stand morgens auf, fuhr zur Arbeit, machte meinen Job und war froh, wenn ich Abends vorm Ofen sitzen und meine Ruhe haben konnte.

Aber am 12. Februar änderte sich alles. Ich war im hellen zu Hause, wir hatten 4° und, ja, man mag es kaum glauben, man hatte das Gefühl die Sonne zu sehen.  Ich also rauf aufs Rad und ein paar Kilometer gefahren. Wirklich nur ein paar, vielleicht so 15. Das ist selbst für mich eigentlich keine sooo lange Strecke. Jedoch war ich ein wenig länger nicht gefahren. So richtig gar nicht. Und mit so einem Superbike unter dem Allerwertesten habe ich es dann vielleicht doch ein wenig übertrieben. Die Zeit lag deutlich unter 30 Minuten was für einen respektablen Schnitt spricht. So bekam ich denn auch mein Grinsen nicht aus dem Gesicht.

Abends fingen dann die Schmerzen in meinem eh kaputten Knie an. Ok, vielleicht hat sich da mal wieder so ein „Körnchen“ zwischen Kniescheibe und Knie gelegt. Das wird morgen schon wieder besser sein. Am Sonnabend war es jedoch mitnichten besser. Den ganzen Tag wie ein uralter Mann durch die Gegend geschlichen… echt sch…

Sonntag dann zum Geburtstagsbrunch eingeladen – ging nur mit Krücken und war trotzdem echt ätzend. Das linke Knie hatte überhaupt keine Ähnlichkeit mehr mit dem rechten, war so was von angeschwollen und heiß. Abends bin ich so fertig gewesen, dass ich um 17.30 Uhr „mal für ne halbe Stunde das Bein hochlegen“ gegangen bin. Um 0.15 bin ich dann einmal kurz aufgewacht, habe mich umgedreht und bis zum Wecker klingeln um 5.40 Uhr weiter geschlafen. Auf der Arbeit jede Bewegung vermieden, Abends wieder früh zu Bett, weil dies der einzige Ort war, an dem es sich aushalten ließ.

Dienstag genauso schlecht. Abends von der Arbeit und erst mal zum Hausarzt. Der sah das Knie und machte für mich sofort für den nächsten Morgen einen Termin beim Orthopäden in Lübeck. Danke, Doc. Ich hätte vermutlich sonst acht oder zehn Wochen auf einen Termin warten müssen. Also Mittwochmorgen erst zur Arbeit, gequält, an Krücken usw. Und dann Vormittags zum Orthopäden. Der hört sich die Vorgeschichte an, schaut sich das Knie an und sagt: Punktieren und Cortison. Jetzt gleich? Meine Antwort kam genau so schnell: natürlich. Er hat dann mal eben 50 ml Wasser oder was auch immer daraus gezogen, ein wenig Cortison reingespritzt und was soll ich sagen: der Druck war weg, die Schmerzen fast und ich war sofort wieder ein anderer Mensch. Laut seiner Aussage war es wohl „nur“ eine Reizschwellung – zu lange nichts getan und dann zu heftig in die Pedalen getreten. Abends zum Feierabend brauchte ich schon wieder keine Krücken mehr und humpelte nur noch ein wenig.

Da wir seit gestern, Mittwochabend, auch wieder Schnee haben, warte ich jetzt also nur mal wieder auf besseres Wetter. Aber das Fahrrad ist schon geil. So richtig geil…. Ich werde weiter berichten. Bis dahin.

So, nach der Sache mit meinem Knie erst noch mal ein, zwei Tage aussetzen – ging eh nicht anders, weil bei Regen und Schnee und Temperaturen um und bei 0° fahre ich eh nicht gerne…

Dann eine Woche im Urlaub in Hessen gewesen, aber dann. Am Sonnabend, 27.02., war es sonnig, 4° „warm“ und ich rauf aufs Rad. Vorsichtig mal 4 oder 5 km mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren. Nur mal gucken ob es wieder geht. Geht.

Am Sonntagmittag bei herrlichem Wetter erst Mal ne Stunde spazieren gegangen. Danach lockte das Fahrrad. Aber ich war vernünftig. Wieder nur eine kurze Runde mit Geschwindigkeiten knapp unter 20 km/h. Dafür aber mal ein paar Hügel hoch, die man sonst mit dem Rad gern umgeht. Und was soll ich sagen: als wäre kein Hügel da. Als würde man voll eben fahren. Das ist so geil.

Jetzt in der Woche ist das Wetter leider wieder schlechter. Temperaturen wieder um den Gefrierpunkt und nass, so richtig ekelhaft. Hoffentlich wird das Wetter zum Wochenende wieder besser. Ich will gern mal ne etwas weitere Tour machen….

Sonnabend, 05. März 2016 – der Plan war da. Heute nichts weiter vor. Frauchen nicht da. Also Zeit ne erste nennenswerte Ausfahrt zu unternehmen. Und was soll ich sagen. Es regnete. Es regnete viel, lange und ich bin doch ein ausgewiesener Schönwetter-Fahrer. Also nur in den Garten und zwei Stunden Holz auf- und umstapeln, danach unter die Dusche und dann vor den Ofen.

Sonntag, 06. März 2016 – jo, passt. Trocken, 3-4° alles gut. Angezogen und rauf aufs Bike.  Über Holstendorf, Pönitz, Gronenberg, Richtung Stawedder. Von dort weiter Richtung Hof Altona, am Flugplatz vorbei nach Sierksdorf. Am Strand entlang durch Haffkrug bis Scharbeutz, dort auf die B432 abgebogen und schön gegen den Wind bis Ahrensbök zurück gefahren. Es waren 35 km und die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug ca. 25 km/h. Ich war zufrieden, nicht außer Atem oder gar kaputt und alles war gut.

20160306_130057Die ersten 21 km bin ich im „Eco 60“-Modus gefahren – wenn ich den Akkuverbrauch hochrechne, komme ich damit so ca. 75-80 km weit. Die letzten 14 km hatte ich heftigen Gegenwind und ich habe dann auf „Sport“ umgeschaltet. Da dürfte die Reichweite so ca. bei 25-30 km liegen… Das ist aber ein Unterschied. Allerdings auch bei der Unterstützung, das muss ich schon sagen.

Auf jeden Fall hat es wieder einmal riesig Spaß gemacht und ich hoffe, es wird nun bald ein wenig wärmer.

Zwischen Gronenberg und Stawedder

und wenn es mit dem Bilder hochladen klappen würde, hätte ich nun auch noch ein, zwei Fotos veröffentlicht. 🙂

So, nachdem es die letzten Tage morgens immer so richtig schön sch… kalt war, waren es heute morgen doch mal satte 5° Plus! Also, dem Schweinehund gleich bescheid gegeben, er können noch ein wenig weiter schlafen und mich im Keller dann fertig gemacht. Aus dem normalen und alltäglichen „Arbeitsrucksack“ die paar Sachen in die Ortlepp-Satteltasche umgepackt, dicke Jacke an, dicke Handschuhe und das Rad aus dem Keller geschoben.

Die ersten zwei, drei Kilometer war es doch noch etwas frisch an den Ohren, aber dann war es halt normal. Total entspannt bis Stockelsdorf geradelt, dann den Kopf eingeschaltet, damit ich nicht den „Autoweg“ nehme. Mit dem Rad kann ich ja bis zum Lindenteller fahren, dann vorbei am Holstentor und den alten Salzspeichern die Holstenstrasse hinauf. Die Wahmstraße auf der anderen Seite der Altstadtinsel wieder herunter und dann geradeaus bis zur Brandenbaumer Landstraße. Das spart glatte vier Kilometer im Vergleich zum Auto. Etwas mehr als 23 km waren es so insgesamt. Auf den Radwegen muss man sich doch ganz schön zusammenreißen: etwas langsamer und vor allem aufmerksamer fahren. Der Geschwindigkeitsunterschied zu den „normalen“ Rädern ist schon ganz schön krass. Süß ist es, wenn man einen Radler überholt, an der nächsten Ampel mit ihm gemeinsam auf Grün warten muss und er dann richtig in die Pedale tritt um zu zeigen, wer schneller ist. Sein Glück dauert dann aber nur ein paar Meter… Schön, wenn man nicht auf den ersten Blick sieht, dass ich ein wenig zusätzliche Hilfe an den Pedalen habe. 🙂

Ich habe ungefähr 52 Minuten gebraucht. Das macht einen Schnitt von 26 km/h (und damit bin ich ganz zufrieden). Von der Zeit finde ich es total super; brauche ich mit dem Wagen in der Regel nur 15 Minuten weniger.

Die Strecke bin ich komplett im Eco 60 Modus gefahren. Bei Ankunft im Büro war die Akkuleistung dann doch auf 54% gesunken. Also hin und her dürfte knapp werden. Da unser Fahrradständer auf der anderen Straßenseite doch relativ unbeobachtet und für mich eh unsichtbar liegt, habe ich mein Turbo lieber mit hoch ins Büro genommen. Wird auf Dauer vielleicht ein wenig umständlich jedes Mal in den zweiten Stock, aber egal. So habe ich es im Blick. Und es sieht gut aus. 🙂

Der Rückweg am späten Nachmittag war dann weniger witzig. Es schien zwar die Sonne, jedoch war es stark abgekühlt, ca. 1° noch. Solange ich in der Stadt fuhr ging es noch, kalt wurde es eigentlich erst, als ich aus der Stadt rauskam, Stockelsdorf hinter mir ließ. Darüber hinaus war mein alter Freund gekommen um mal nach mir zu sehen: der Wind. Und wie gewohnt kam er von vorne und das auch noch mit einer recht anständigen Geschwindigkeit.  Um trotzdem zügig nach Hause zu kommen, schaltete ich mehrfach auf volle Power, hatte so zumeist trotzdem noch über 30 km/h auf der Uhr, jedoch ging die Akkuleistung kontinuierlich nach unten. Hatte ich morgens bei entspanntem Fahrstil noch 44% Akkuleistung verbraucht, so waren es Abends nur auf dem Rückweg dann schon 68%. Zu Hause angekommen stellte ich fest: Gesicht, Arme und Beine eiskalt. Dafür Rücken klitschnass geschwitzt. Hemd und Jacke also erst mal in die Wäsche und ich unter die Dusche. Morgen soll es noch kälter werden; Temperatur morgens vermutlich maximal 0°. Ich werde das Auto nehmen. Für die wärmeren Tage jedoch ist das Turbo auf jeden Fall eine geile Alternative. Ich freu mich schon wieder. 🙂

Schön war in der Stadt auf jeden Fall mein gemeinsames Stück mit einem sportlichen, ca. 30 Jahre jüngeren und 40 kg leichteren Radler. Nachdem ich ihn an drei Ampel locker stehen ließ, stand er an der vierten Ampel etwas versetzt hinter mir und versuchte herauszufinden, was an meinem Rad anders sei und es gerade im Antritt so schnell machte… 🙂 Herrlich. Hätte er sich getraut mich anzusprechen, hätte ich ihm das auch erklärt. So guckte er wieder ratlos.

 

keine Sorge, ich werde hier nun nicht über jede Fahrt posten. Aber ich muss sagen, heute Morgen war es echt anstrengend. Anstrengend nicht, weil es windig oder kalt war. (ok, das letztere ein wenig). Nein, anstrengend, weil ich mich ständig bremsen musste. Das Rad schiebt dermaßen, das ist unvorstellbar. Man muss selbst immer wieder „vom Gas gehen“, um nicht zu schnell zu sein und vor allem um dann nicht doch in Schweiß zu geraten. Denn das ist ja gerade das, was ich nicht will. So kam es also, dass ich wieder knapp über 50 Minuten brauchte, einen Schnitt von wiederum ca. 26 km/h hatte und rundum zufrieden war.

turbo

Da steht das Turbo wieder in meinem Büro. Ich freue mich schon auf die Rückfahrt. 🙂

Die Rückfahrt war wieder mit sehr viel Wind verbunden. Und wie es sich für Norddeutschland gehört, mit sehr viel Gegenwind. Immer frei nach dem Motto: „Der Wind ist mein Freund, er kommt mir immer entgegen um zu sehen wie es mir geht“. Sch… aber egal, dafür hat man ja die Unterstützung am Hinterrad. Fast nen 30er Schnitt gefahren (mit diversen roten Ampeln im Stadtbereich nicht soo schlecht). Dafür zu hause auch durchgeschwitzt gewesen. Vielleicht doch langsam mal die Winterjacke „aussortieren“ und auf was dünneres zurück greifen. 🙂

Erwischt…

Der Dienstag nach Ostern. Laut Wetterbericht den ganzen Tag Regen, nur schlechtes Wetter usw. Also das Auto genommen. Morgens relativ warm, 5°, und trocken. Hm. Den ganzen Tag über sonnig und erst Nachmittags, spät Nachmittags, ein kurzer Schauer. Ok. Das also zum Wetterbericht.

Mittwochmorgen. Trocken. Dunkel. (Aufgrund der Zeitumstellung). Na gut, dann also das Rad. 4°, alles gut. Nach zwei Kilometern fing es an zu tröpfeln. Kurz abgebremst, überlegt. Nein, du bist kein Weichei. Das ziehst du jetzt durch. Außerdem die neue, dünne Regenjacke an. Alles ist gut.

Nach 12 km fing es richtig an zu schiffen – die letzte Unterstellmöglichkeit lag schon mehr als 1500m hinter mir – was blieb mir also übrig? Richtig. Gas geben. Um es kurz zu machen: auf den letzten 12 km wurde es nicht besser. Eher schlechter. Hose, Stiefel, alles klitschnass. Scheiße. Richtig Scheiße.  Jetzt sitze ich also im Büro, Ohne Schuhe. Die stehen unter der Heizung, auf der schon Handschuhe usw. liegen. Ich hoffe nun, dass die Rückfahrt trocken verläuft.

Den ganzen Tag super Wetter, teilweise sogar mit Sonne! Radweg ich komme!

Jo, 5km trocken geschafft. Danach so ähnlcih wie heute Morgen.  Zu Hause also wieder klitschnass. Geil ist, an jeder Busbude an der man vorbei kommt, denkt man: hier könntest Du Dich unterstellen… und der nächste Gedanke ist dann: aber wozu, bist ja schon klitschnass.

Naja, zu Hause wenigstens schön geduscht, das war das angenehmste an diesem Tag. 🙂

Außerdem noch beim Fahrradprofi gewesen. Mein Tacho resetted sich beim Laden im Rahmen jedes Mal. Er hat meine Daten aus dem Rad ausgelesen und an Specialized geschickt. Mal sehen, woran es liegen könnte.

Das Wetter wurde wieder besser…

und so konnte ich nach dem „nassen Mittwoch“ auch Donnerstag und Freitag mit dem Rad zur Arbeit fahren. Es war nur morgens noch etwas kühl, aber dafür dann Nachmittags um so schöner.

Und auch am Montag, 04.04., wieder mit dem Rad nach Lübeck. Morgens hatten wir bereits ca. 6°, es war trocken, also optimale Bedingungen. Nachmittags war der totale Hammer: 19°. Die Rückfahrt fand ohne Jacke, lediglich im Hemd statt. Das hat riesig Spaß gemacht. Freue mich jetzt noch mehr auf den Sommer als bisher sowieso schon.

Meine Durchschnittsgeschwindigkeit liegt meist so bei 25 km/h morgens und ca. 27 km/h auf dem Rückweg. Während das Fahren in der Stadt recht viel Aufmerksam verlangt (enge Radwege mit kurzen Kurven, andere Radfahrer die träumen bzw. riesige Kopfhörer aufhaben, Autofahrer die die Vorfahrt missachten bzw. Beifahrer, die einfach mal spontan die Tür aufreißen) ist die Fahrt auf dem Radweg parallel zur Landstraße entspannend. Und dabei liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit dann auch meist über 30 km/h. Das habe ich früher ausschließlich nur bei den Hamburger Cyclassics mit dem Rennrad geschafft. Und jetzt ist es entspannt. 🙂

Einziger Wermutstropfen beim Rad: (fast) immer noch setzt der Kilometerzähler sich beim Laden auf 0 zurück. Egal ob ich den Akku im Rahmen lade oder ausbaue und extern anschließe. Das ist natürlich ein klein bisschen schade, wenn man immer nur 0 / 24 oder im Ausnahmefall mal 50 Kilometer als Gesamtlaufleistung sieht. Aber mein Händler hat ja schließlich die Daten bereits ausgelesen und an Specialized gemailt. Mal sehen, wann da eine Antwort kommt. Aufgrund einer Excel-Tabelle mit allen Fahrten weiß ich jedoch, dass ich bisher bereits mehr als 380 km gefahren bin. Für drei, vier Wochen mit nur teilweise akzeptablen Fahrradwetter ein recht gutes Ergebnis, wie ich finde.

Die nächsten Tage ist leider aufgrund von verschiedenen Terminen und Erledigungen erst mal wieder das Auto angesagt. Aber schon jetzt freue ich mich auf die nächsten Touren.

Die neuen Reifen sind annähernd so gut wie Deine alten Schwalbe…

Jo, annähernd. Donnerstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit noch alles gut. Auf dem Rückweg auch. Zumindest die ersten 19 km. Danach plötzlich ein leises aber deutliches Pfeifen (das sogar ich als Schwerhöriger hörte…) und dazu eine massive Verschlechterung des Lenkverhaltens. Klasse. Danke. Plattfuß vorne.

Ich brauche an dieser Stelle wohl nicht zu erwähnen, was das für Auswirkungen hatte… Das Wetter war Nachmittags „so la la“. Aber ich hätte es unter normalen Voraussetzungen trocken bis nach Hause geschafft. Zu Fuß, bzw. schiebend war das dann nicht mehr machbar. Und es gab auch nicht nur einfachen Regen. Nein, das wäre ja zu einfach gewesen. Es gab ein nettes kleines Gewitter, einen richtigen Guss, dazu schöne Hagelkörner mit dabei. Tat auch fast gar nicht weh. Und klitschnass war ich dann auch gleich wieder. Zu Hause angerufen – keiner erreichbar. Den Rückruf später dann nicht annehmen können, weil bis man das Handy raushat und mit nassen Fingern das Gespräch angenommen hat: bis dahin hat jeder aufgegeben…

Das Rad dann gleich zu meinem Händler gebracht, mit der Bitte es bis morgen wieder fertig zu machen. Dort Herrn und Frau H. aus K. getroffen. Herr H. hat ein Turbo von April 2015. Zwar noch keinen Plattfuß gehabt, aber zur Not immer ein Dichtspray dabei. Welche Reifen er fährt? Die Unplattbaren von Schwalbe… Und warum ich nicht? 🙁

Da purzeln die Rekorde

Eigentlich geht es mir weniger um die Zeiten, die ich fahre. Ich will einfach nur etwas für mich tun, Bewegung haben. Bis gestern bin ich jetzt schon an zehn Tagen mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Das waren schon mal 20 Stunden Bewegung, die mir in den letzten Monaten/Jahren gefehlt haben. Und wenn ich dann bedenke, dass wir morgens meist nur 2-3 Grad Celsius haben, ist das schon nicht schlecht. (Ihr wisst ja, ich bin bekennender Schönwetterfahrer)

Aber gerade das Wetter verleitet mich dann und wann schon mal dazu, etwas schneller zu fahren als geplant. Wenn es stark nach Regen aussieht oder gar anfängt zu nieseln, ja, dann tritt man schon mal etwas mehr in die Pedale. So kam es auch, dass ich letzte Woche das erste Mal unter 50 Minuten blieb. Und zwar gleich deutlich. Nur 47,5 Minuten zeigte meine Uhr an, als ich begünstigt von Rückenwind und angetrieben von diversen dunklen Wolken, im Büro ankam.

Doch dieser, mein persönlicher „Rekord“ wurde dann gestern Abend gleich mal pulverisiert. Nur noch 46 Minuten standen auf der Uhr und das alles nur, weil unterwegs ein leichter Nieselregen einsetzte. Immerhin ein Schnitt von ein klein wenig mehr als 31 km/h. Und wenn man bedenkt, dass davon 10km in der Stadt gefahren werden, mit anderen Radfahrern auf dem Radweg, mit diversen roten Ampeln usw. dann ist das schon ganz ordentlich.

radler

 

Der Mai ist gekommen

Und das Radfahren macht noch mehr Spaß. Auch wenn es morgens noch immer kalt ist, so 1-2° Celsius nur, so wird es im laufe des Tages wärmer und wenn es dann so ist wie gestern Nachmittag, dann ist es doch perfekt. 18° und Sonne. Bin inzwischen seit Mitte März an 14 Tagen mit dem Turbo zur Arbeit und wieder zurück gefahren. Und außer einem richtig heftigen Regen und einem Plattfuß auf dem Heimweg hat immer alles super geklappt. Ich brauche inzwischen auch nicht mehr den Turbo-Modus (auch wenn ich ihn hin und wieder benutze), merke wie nach nur 700 km meine Kondition schon wieder deutlich anzieht.

Obwohl, nachdem ich gestern als bei bestem Wetter und mit einer sehr guten Zeit (30 min vom Holstentor bis nach Hause) unterwegs war, zu Hause dann noch mal den Rasen gemäht habe, bin ich das erste Mal in diesem Jahr auf mein Moosberg-Trecking-Fahrrad. Beim Anheben dachte ich es fehlt irgendwas – so leicht war es. Beim losfahren dachte ich dann, es wäre etwas kaputt. So schwer ging es. 🙂 Zum Glück wollte ich nur in die Eisdiele, mich ein wenig für die „Strapazen“ belohnen. Aber es ist echt eine wahnsinnige Umstellung, so ganz ohne Unterstützung. Unglaublich, hätte ich nie erwartet. Ich werde sicherlich irgendwann einmal mit dem Rad zu Arbeit fahren müssen, um den wirklichen Unterschied zu „erfahren“. 🙂

Und es mehren sich die „unterhaltsamen“ Zwischenfälle mit anderen Radlern. Sei es an der Ampel, wenn man gefragt wird, was das sei, was es kostet oder wo man so was mal Probefahren kann. Oder der Rennradfahrer, der mit gemächlichem Tempo eine Querstraße zur Landstraße herankommt. Hinter mir die Straße überquert und sich denkt: „dem zeig ich mal wo der Hammer hängt.“ Gibt ordentlich Speed um mich locker zu überholen. Gelingt ihm auch. Ich bin ja auch „nur“ 35 km/h gefahren. Für mich mit dem Motor an der Hinterachse nicht so anstrengend. Für einen Rennradler schon ein ganz netter Speed. Er hat sich also locker 10-15m Vorsprung herausgefahren und kam dann nicht weiter weg. Ständig der leichte Blick über die Schulter und ich immer schön hinterher. Ich glaube er war froh, dass ich nach ca. 2 km abgebogen bin…

Heute war Regen angekündigt, dieser ist inzwischen auch eingetroffen. Aber ab morgen soll es wieder besser werden.  Dann geht es wieder rauf aufs Rad. Meine kleine Excel-Tabelle sagt mir übrigens, dass ich inzwischen über 200 Euro an Kfz-Kosten eingespart habe. Ein weiterer netter Nebeneffekt. Einziges Manko am Rad ist bisher das nicht gelöste Problem, mit dem zurück setzen des Tachos beim laden. Macht er nicht immer, aber spätestens bei jeder zweiten Ladung. Specialized weiß noch immer nicht wo das Problem ist.

Der Sommer ist da…

zumindest diese Woche. Am Mittwoch hatte ich tatsächlich die 900 km voll – so früh wie noch nie im Jahr.

Und schon wieder gibt es was zu meckern. Hatte ich bei den ersten Fahrten zur Arbeit noch so viel anzuziehen, dass es gefühlt ne halbe Stunde brauchte um loszukommen, hat sich das nun umgekehrt. Fahre ich gegen 6.20 Uhr los, so ist es noch kalt. Na ja, vielleicht eher frisch. Ich starte bei 10° zwar in kurzer Hose und kurzen (also fingerlosen) Handschuhen, aber noch mit dünner Regenjacke. Nach 30 Minuten, Ortsbeginn Stockelsdorf bin ich jedoch gezwungen anzuhalten und die Jacke auszuziehen und in der Tasche zu verstauen. Ansonsten wird es schon jetzt zu warm. Dann geht’s also „nur“ in Hemd und kurzer Hose durch die Stadt. Dadurch kommt man jedoch wirklich erfrischt im Büro an. Dort dann lange Hose und andere Schuhe an und an den Schreibtisch.

Und die Heimfahrt ist dann ein richtiger Traum. Nachmittags bei mehr als 20° direkt in kurzer Hose und Hemd los – das Wetter genießen, die Sonne auf der Haut, den Wind im Gesicht. Einfach herrlich. Mit dem fahren im Auto auch bei bestem Wetter gar nicht zu vergleichen. Inzwischen stufe ich eine Pflichtfahrt (Dienstag, wegen Mitnahme diverser größerer Teile) schon als lästig ein. Unglaublich wie schnell man sich (wieder) ans Fahrrad gewöhnen kann. Heute bin ich das erste Mal eine kleine Strecke (ca. 3km) mit durchgehend mehr als 42 km/h auf gerader Strecke unterwegs gewesen.
Hoffentlich bleibt das Wetter lange schön – obwohl sie für Pfingsten leider schon wieder niedrige Temperaturen angesagt haben. Die Eisheiligen kommen. Aber danach wird es dann ja besser – bin ja schließlich Optimist. 🙂

Langsam fahren

Ja wirklich, das ist nicht so einfach. Wenn ich ganz normal trete, bekommt ich von meinem Turbo dermaßen viel Unterstützung (in der Einstellung „Eco 60“,  ca.  37% Unterstützung), dass ich eigentlich immer schneller als 30 km/h fahre. Im Normalfalle so zwischen 35 und 38 km/h. Das Rad fordert einen also richtiggehend dazu heraus, schnell zu fahren.

Will man nun aber eben gerade nicht so schnell fahren, es ein wenig gemütlicher angehen lassen, so muss man sich dazu wirklich zwingen. Langsamer als 25 km/h geht definitiv nicht, ist dann also schon „spazieren fahren“. 🙂

Auf meiner letzten Tour habe ich dann ein, zwei kurze Stopps gemacht um ein paar Fotos zu schießen. Damit kommt man dann wirklich ein wenig runter, genießt das fahren dann mehr, als wenn man nur auf den Verkehr achtet, anderen Verkehrsteilnehmern ausweicht, auf Scherben usw. achtet.

1000 km

So, da ist die erste Marke „durchbrochen“.  1.000km hat mein Turbo nun mit mir zusammen überstanden. Seit Anfang März fahre ich bei guten Wetter und für meine Verhältnisse schon mal eine gute Leistung.  Ich bin gespannt, wie viele Kilometer in dieser Saison noch folgen werden.

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Zusammen fassend kann ich sagen: Es macht einfach Spaß mit dem Rad zu fahren. Natürlich ist der innere Schweinehund morgens manchmal ganz schön groß. Gerade wenn es noch so kalt ist. Mitte Mai und morgens nur 6°. Das ist nicht so prickelnd. Der Witz ist jedoch: sobald man von der Landstraße abbiegt, sollte man die Jacke ausziehen. Die Häuser in Stockelsdorf und Lübeck nehmen den Wind weg, die Kälte ist einfach nicht mehr da. Gefühlt sofort 15°. Unglaublich.  Und Nachmittags dann sowieso alles gut. Meist so um die 17 oder 18° und Sonne. Was will man mehr. Man kommt entspannt nach Hause, fühlt sich einfach gut. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, benutzt zum Pendeln das Rad (wenn es sich einrichten lässt). Und über die Kosten müssen wir ja überhaupt gar nicht sprechen. Ich habe inzwischen deutlich über 1.000 km mit dem Wagen gespart (der Weg mit dem Auto ist länger als der mit dem Rad) und auch ein paar hundert Euro an Kosten. Klar, die habe ich zuvor mehrfach in mein Rad investiert. Aber irgendwann ist der Breakeven erreicht. Ich werde Euch davon berichten. 🙂