Die Vergessenen und Totengrab

 

Die Vergessenen fängt an wie ein „normaler“ Krimi. Aber schnell stellt sich heraus, es geht um mehr. Es geht um Verbrechen die im zweiten Weltkrieg in Nazi-Deutschland geschahen. Die aber nicht alle geahndet wurden. Und um Menschen, die sich nach dem Krieg ein „normales“ Leben aufgebaut haben, sich entsprechende Reputationen erschaffen haben und diese nun ungern wieder verlieren wollen. Im Gegenteil, die diese schützen wollen. Natürlich nur aus guten, doch nachvollziehbaren Gründen. Denn was kann die eigene Familie, die Firma, die Nachfahren dafür?
Aber kann das funktionieren? Kann man ein normales Leben (wie wohl die meisten Menschen in Deutschland) leben und gleichzeitig das Wissen über die eigenen Taten in der Vergangenheit unterdrücken? Und können auch gute Taten in einem späteren Leben schreckliche Verbrechen vor vielen Jahren dann in „Gutes“ oder zumindest „nicht ganz so schlimmes“ umwandeln? Dieses Buch regt zum nachdenken an. Und dabei ist es noch ein super spannender Krimi… Ein absoluter Pageturner!

 

Um etwas anderes geht es in Totengrab. Vorab schon einmal: Leider gibt es das Buch nur als e-Book. Bei mir schon immer ein kleiner Punktabzug. Ich habe einfach zu gern ein Buch in der Hand…


Aber egal, das Buch war spannend, das hatte zuvor bereits die Leseprobe „verraten“. Der im Falle eines Selbstmords eines Jugendlichen ermittelnde Kommissar ist privat vom Verlust seines Kindes schwer gezeichnet, seine Probleme übertragen sich zwangsläufig auch auf seine Arbeit, spielen in seine Fälle hinein. Und dann noch das, auf dem Handy des jugendlichen Selbstmörders ist nur eine Nummer gespeichert. Seine, also die des Kommissars. Wie kommt seine Nummer dahin? Aufgrund seiner schon erwähnten Probleme gerät der Ermittler zuerst mit in den Kreis der Verdächtigen hinein. Seine Ermittlungen bringen lange keine Fortschritte, er scheint sich im Kreis zu drehen.
Wie gesagt, „nur“ ein e-book, aber spannend und empfehlenswert. Mir hat das Lesen Spaß gemacht. Ich hoffe, Euch auch.

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