Unser Hausbau – Teil 2 oder „Langsam geht es voran.“

Bevor wir mit dem Verkauf, der Grundstücksteilung usw. angefangen hatten, mussten wir uns natürlich Gedanken über das neue Haus selbst machen. Zum einen, natürlich, was darf es kosten. Zum anderen aber auch: Was wollen wir wie haben? Was wäre ein „must have“ bzw. was wäre „nice to have“? Worauf kann man verzichten, worauf nicht? Alles nicht so einfach. Mir persönlich ist mit am schwersten die Entscheidung gegen einen Holzofen gefallen. Im alten Haus hatten wir 2010 einen einbauen lassen. Und ich habe jeden Tag mit dem Teil genossen. Die Wärme ist einfach etwas ganz anderes als die normale Heizungswärme. Und nein, ich bin nicht selbst in den Wald gezogen, habe Bäume gefällt, alles klein gehackt und das Holz trocknen lassen. Nein, ich habe das Holz ofenfertig gekauft. Voll langweilig. Aber trotzdem, man muss es diverse Male anfassen. 🙂 Aufstapeln, reinholen, in den Ofen legen… Aber egal mit wem wir gesprochen haben: jeder hat von einem Ofen im neuen Haus abgeraten. Zu gut isoliert, zu warm, gehst kaputt darin. Und dann: die modernen Häuser haben standardmäßig keinen Schornstein mehr. Der ist aber natürlich unabdingbar. Denn ich baue mir doch kein neues Haus mit einem silbernen Schornstein an der Außenwand. Nein nein, der Ofen müsste mitten im Haus sitzen um auch alles mitheizen zu können. Zweiter Punkt neben der Wärme also: Schornstein bauen lassen (ca. 8.000€), Ofen kaufen (ca. 4.000€) macht zusammen ganz viel Geld um ihn dann, aufgrund der Wärmeentwicklung nicht so nutzen zu können, wie man gerne möchte. Also, Entscheidung ist gefallen: kein Ofen.

Und natürlich hatten wir in den letzten Jahren schon mehrfach über ein neues, ein anderes Haus nachgedacht. Von einem Architektenhaus über eine „Hamburger Kaffeemühle“ waren wir inzwischen zu einem Bungalow gekommen. Alle Häuser, mit denen wir uns in der Vergangenheit beschäftigt hatten, hatten ihre Vorteile. Und dementsprechend natürlich auch ihre Nachteile. Und am Ende haben wir uns nun für einen Bungalow entschieden. Mit einem kleinen Winkel für die Terrasse usw. Vorteil des Bungalows? Ganz einfach: alles auf einer Ebene. Wenn man dann irgendwann älter wird, ist es einfach einfacher. Bequemer. Wenn man nicht mehr so sicher oder auch so flott beim Treppensteigen ist, es sind einfach keine mehr da.

So, nachdem also die ersten wichtigsten Vorentscheidungen gefallen waren: mit wem bauen wir? Wenn man sich dann mit diesem Thema beschäftigt, kommt man wirklich ins schwimmen. Unglaublich, wie viele Bauunternehmen es gibt. Und jeder kann es gut und ist, also eigentlich, so nach eigener Aussage, der Beste. Stein auf Stein ist viel Besser als Holzrahmenbau. Ist klar. Und ein Fertighaus hat so viele Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Stein auf Stein. Und Holzrahmenbau ist viel besser als alles andere. So waren wir zum Beispiel einmal in Lübeck auf der Immo-Messe der Lübecker Nachrichten. Und dann erreicht man den Punkt: man weiß nun ganz viel oder auch gar nichts. Und man muss sich trotzdem irgendwann entscheiden.

An diesem Punkt haben wir uns ganz bewusst für die Firma Contract-Vario aus Dakendorf entschieden. Hier spielten mehrere Punkte zusammen. Zum einen haben wir schon immer nach dem Motto „kaufen wo man sich kennt“ gelebt. Am alten Haus hatten wir ausschließlich Ahrensböker Handwerker beschäftigt. Dann kann man auch mal auf dem kleinen Deinstweg eine Reklamation loswerden. Und natürlich gibt es immer einen, der günstiger ist. Aber es gibt ja auch noch den Unterschied zwischen günstig und billig. Und dieser ist manchmal schwer zu erkennen. Und billig wird dann schnell teurer usw…

Bei Contract waren es nicht nur der Preis, es waren die vielen Empfehlungen, die wir aus dem erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis erhalten hatten. Und last but not least dann auch die räumliche Nähe. Von uns bis nach Dakendorf, dem Firmensitz, sind es maximal sechs oder sieben Kilometer. Also, die Entscheidung war gefallen, Contract-Vario wird unser Haus bauen. Da die Hausform vorher schon klar war, ging es dann um die Feinheiten. Türen, Fenster, Raumaufteilung. Aber auch das war mit dem Architekten-Team von Contract einfach und zügig gemacht. Wir haben gesessen und getüftelt und unsere Wünsche geäußert. Dennis Möller und Ralf Cordes haben diese dann jeweils sofort umgesetzt oder auch mal gesagt: sorry, wenn so, dann so und das ist sch… Und irgendwann war das Haus dann fertig. Also gezeichnet. Und unsere Vorfreude wuchs.