28.08.2017 – jetzt aber Sommer…

Nein, immer noch nicht. Morgens immer noch kalt. 11° heißt immer noch: sehr frisch. Kurze Hose geht, kurze, fingerfreie Handschuhe sind hingegen schon hart an der Grenze. Aber wie schon die ganze letzte Woche: das Bild, was sich dem Radfahrer bietet ist ein Genuss. Mit dem Wagen ist es ein kurzer „hingucker“, ja die Sonne geht auf. Aber mit dem Rad ist man halt langsamer unterwegs, weniger Verkehr (auf dem Radweg) und man hat einfach Zeit, immer wieder den Blick Richtung Ostseeküste zu wenden.

Sonnenaufgang am 28.08.17

Und irgendwie beflügelt dieser Blick dann auch wieder. Denn zu dem Zeitpunkt, wenn man das Rad Montagsmorgens aus der Garage schiebt, ist man es i.d.R. noch nicht. Also motiviert meine ich. Aber dann, klare (kühle) Luft, tolles Licht, daraus resultierend tolle Stimmung und alles ist gut. Was will man mehr?

Mehr? Vielleicht einen guten Start seines Vereins in die Bundesligasaison?

Als Hamburger ist man ja nun wirklich nicht verwöhnt. Wobei letzte Saison war schon besonders hart. Nach fünf Spielen und nur einem Punkt (1:1 im Eröffnungsspiel gegen Ingolstadt) wurde der Trainer gewechselt. Nach dann insgesamt 10 Spielen und 2 (!) Punkten (ein 0:0 in Mönchengladbach) musste man ja doch einmal in Richtung zweite Liga schielen. Aber zum Glück kam es ja anders. Auch dank des 2:1 im letzten Saisonspiel gegen den VfL Wolfsburg. Letzte Woche also Saisonauftakt gegen Augsburg. Nicht doll gespielt aber 1:0 gewonnen. Nehmen wir mal mit, die drei Punkte! Und dann, Auswärtsspiel in Köln. Besser gespielt, auch wenn noch nicht gut. Zur Halbzeit schon mal verwundert die Augen gerieben: Spielstand 0:2. Für uns! Kurz nach der Halbzeit dann ein Schiedsrichterwechsel – Dr. Felic Brych hatte sich verletzt, musste gegen den vierten Offiziellen ausgetauscht werden. Für diesen sein allererstes Bundesligaspiel. Und nach 30 Sekunden die erste Handlung. Gelb für Mavrai und nachdem dieser in Halbzeit 1 schon gelb gesehen hatte automatisch gelb-rot. Was für ein Einstand. Aber meine Hamburger verteidigten mit Mann und Maus und hielten ihr Tor bis zur 111 Minute sauber. Dann fiel der Anschlusstreffer (Nachspielzeit so lang wegen der Schiri-Verletzung). Aber nur drei Minuten später ein Konter über Ekdal, Pass in die Mitte zu Lewis Holtby und es stand 3:1 für den HSV; die Entscheidung! Auswärtssieg. Tabellenführer! Zumindest bis Sonnabend. Danach aber immer noch dritter hinter dem BVB und den Bayern. Mit dem Saisonstart kann man zufrieden sein. Also auf in die neue Woche.

Aktuelles am 20.08.2017

So, der erste Spieltag der neuen Bundesligasaison ist vorbei. Und damit auch der erste Spieltag mit dem Videoschiedsrichter. Hat man ihn bemerkt? Ja, sehr wohl. Im Eröffnungsspiel der Bayern am Freitagabend gab es einen Elfmeter. Es ging ein Foul voraus, welches der Schiedsrichter übersehen hatte. Der Gefoulte trat selbst an (Lewandowsky) und traf zum 3:0 Zwischenstand. Und bei der sonntäglichen Partie Freiburg gegen Frankfurt wurde das 1:0 für Freiburg vom Videoschiedsrichter wieder zurückgenommen. Es ging eine Abseitsposition voraus. Beide Entscheidungen unstrittig vom Video-Schiri richtig gesehen, nimmt es einem aber nicht doch die eine oder andere Aufregung über Fehlentscheidungen? Wir werden es in der Zukunft wissen. Meine Hamburger haben übrigens zum ersten Mal seit 2010 wieder ein Auftaktspiel gewonnen. 1:0 hieß es am Ende gegen Augsburg. Allerdings wird aktuell weniger über das Spiel gesprochen (war auch nicht so toll von den Hamburgern) als über den Mäzen Kühne und noch mehr über den Torschützen Nicolai Müller. Der verletzte sich nämlich beim Torjubel (!) als er umknickte und sich das Kreuzband riss. Das war richtig sch…

Ansonsten warten wir am 20. August noch immer auf den Sommer… aber er lässt sich nicht sehen. Wieder einmal ein verregnetes Wochenende, Gäste werden schon gar nicht mehr zum grillen eingeladen, sondern zu ganz normalen Abendessen „inhouse“. Das Wetter ist echt traurig dieses Jahr. Gestern z.B: waren es gerade einmal 14° bei (natürlich) Regen und Sturm. Heute morgen auch nur 10°, aber wenigstens trocken und ich bin mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Wenn ich mich nicht verzählt habe, war es heute der 26. Tag seit dem 2. Mai. Da ist also auf jeden Fall noch Luft nach oben – obwohl wie denn, bei dem Wetter? Wenn man erst mal im Trott drin ist, dann ist es morgens ganz selbstverständlich die Radfahr-Klamotten anzuziehen und das Bike zu nehmen. Man darf dem inneren Schweinehund einfach nur keine Chance geben erst wach zu werden. 🙂 Und 26 Tage á 54km sind auch ca. 100 gesparte Liter Diesel. Und Abnutzung. Und frische Luft für den Fahrer. Und zigtausend verbrannte Kalorien. Und überhaupt. Wenn das Wetter einfach so wäre, dass man den Sommer über immer fahren könnte…

schon wieder Mitte August…

Das heißt, ich habe im Endeffekt dreieinhalb Monate nichts geschrieben… dabei ist doch soviel passiert.
Im Mai hatte mein HSV sich wieder einmal mehr als knapp vor der Relegation und damit einem vielleicht sogar Abstieg gerettet. Was für ein packendes Finale gegen Wolfsburg mit dem „last Minute Tor“ von Luca Waldschmidt gegen die Wolfsburger. (Die sich dann in der Relegation mit zwei Siegen gegen Braunschweig durchsetzten und die Klasse hielten). Durch unser Kiwanis-Tippspiel konnten wir dem Club etwas mehr als 274€ (4€ pro Tipper zzgl. einige Spenden) spenden. Und für die neue Saison, die bereits übermorgen mit dem Spiel der Bayern gegen Leverkusen beginnt, sind wir schon 55 Mitspieler (sofern sich keiner mehr abmeldet). Das würde bedeuten am Saisonende mindestens weitere 220€ für die Kinder- und Jugendarbeit im Ort. Eine nette Sache mal so nebenbei.

Und was mein E-Bike betrifft: bis heute habe ich nun 22 Tage nutzen können um mit dem Rad zu Arbeit zu fahren. Darüber hinaus ein paar Touren mit Ilona an den Strand und im Lauenburgischen unternommen. Bis heute habe ich insgesamt 3.740 km abgefahren. Gar nicht so schlecht, wie ich finde. Und wenn wir einen Sommer gehabt hätten… was hätte das Fahrradtechnisch werden können. Aber kaum einmal drei Tage Sonne am Stück, eher jeden zweiten Tag Regen. Was mich gleich zu meinem nächsten Thema bringt:

Wasser in Ahrensbök. Obwohl, das Thema ist so umfangreich… ich glaube dazu werde ich einen extra Beitrag schreiben.

Tja, und was unseren Audi betrifft: im Oktober wird er 13 und hat aktuell 373.350 km (!) gelaufen. Außer Bremsen und Reifen und im vergangenen Jahr eine neue Lichtmaschine noch keine größeren Schäden gehabt. Naja, fast keine. 🙂 Einmal der Stellmotor für die Heckklappe, einmal der Fensterheber auf der Fahrerseite. Einmal musste der Fahrersitz neu bezogen werden. Also eigentlich fast alles im grünen Bereich. Wenn da nicht die Sache mit der Nockenwelle (KM-Stand 202.000) gewesen wäre.

So ähnlich sieht unser A4 auch aus

Seit einigen Tagen, Wochen, Monaten denkt man natürlich schon mal über ein neues Vehikel nach. Zwangsläufig. Obwohl er eigentlich noch super in Schuss ist. Und jeder Monat, den wir ihn länger fahren, spart richtig Geld. Dann kam wieder einmal die Diesel-Diskussion auf und ich habe das Thema erst einmal ad Acta gelegt. Unser Modell ist von den ganzen Schummeleien ja anscheinend nicht betroffen, zumindest war er bisher nicht bei den benannten Motoren. Andererseits hat VW (als Vorreiter) nun letzte Woche bekannt gegeben, dass es bei „Inzahlungnahme“ eines alten Diesel (Euro1 bis Euro4 (unserer z.B.)) bis zu 10.000 Euro gibt. Beispiel: bei Kauf eines neuen Audi A4 zahlt Audi 8.500€, bei einem neuen A6 sogar 10.000€ „Umweltprämie“. Umweltprämie, schon klar. Abwrackprämie müsste es offiziell heißen. Nur dieses Mal eben von den Autoherstellern, nicht vom Staat. Unser A4 ist eigentlich viel zu schade, um in der Schrottpresse zu landen. Tipptop in Schuss, läuft wie ein Uhrwerk, verbraucht durchschnittlich nur knapp über 6 Liter auf 100km. Andererseits, gebe ich ihn für einen Neuwagen (oder guten Gebrauchten) irgendwo in Zahlung, werde ich vermutlich nur 2.500 bis 3.000€ bekommen. Mit ganz viel Glück und einem guten Verkäufer vielleicht 3.500. Wenn ich mich nun für einen neuen A4 entscheide, zahlt Audi mir freiwillig mehr als 5.000€ mehr! Mehr Geld kann ich ja gar nicht sparen. Und wie gesagt, neuer wird unser „Raudi“ auch nicht mehr…Das Angebot gilt bis zum 31.12.2017 – bis dahin werden wir also eine Entscheidung treffen müssen…

Momentaufnahme: Der HSV Weihnachten 2016

Ich bin von klein auf an HSV-Fan. Es wurde mir in die Wiege gelegt. Keine Chance einen anderen Verein zu mögen. NUR DER HSV! trifft es bei mir genau. Und auch „Danke, Papa, dass ich kein Bremer geworden bin“ und „Ich mag zwei Vereine: Den HSV und das Team, welches den SV Werder schlägt“.

So, dann ist das schon mal geklärt.

Aber was aktuell bei meinem HSV abgeht, geht eigentlich gar nicht.  An die ständigen Trainerwechsel hat man sich ja fast schon gewöhnt. Fast. Ok, nun wird der Vorstandsvorsitzende Didi Beiersdorfer freigestellt. Man sagt es ihm, aber nicht der Öffentlichkeit. Irgendwie sickert es dann aber doch durch und man muss umdisponieren und doch an die Öffentlichkeit gehen. Nun kommt Heribert Bruchhagen, einer unserer Manager aus den 90er, zurück aus der Fußballrente. Zuvor 13 Jahre in gleicher Position bei Eintracht Frankfurt tätig, nun also back in town.  Herzlich Willkommen. Doch bevor er offiziell vorgestellt werden kann, legt Karl Gernandt, unser Aufsichtsratsvorsitzender, sein Amt nieder. Die Indiskretionen schädigen nicht nur das Ansehen des Vereins in der Öffentlichkeit, er möchte nicht ständig dafür verantwortlich gemacht werden…

Dabei hatte die Bundesligamannschaft zu Saisonbeginn gerade einen Negativ-Rekord nach dem anderen aufgestellt. Nach zehn Spielen 8 Niederlagen und lediglich 2 Remis. (1:1 zu Hause im ersten Spiel gegen Ingolstadt und ein 0:0 in Mönchengladbach, wobei die Gastgeber das Kunststück fertig brachten neben 90 Minuten Einbahnstraßenfußball,  über 60 Minuten Überzahl nach Platzverweis für Cleber, auch noch zwei Elfmeter zu verschießen.) Doch dann wachte das Team plötzlich auf. 2:2 bei den bisher unbesiegten Hoffenheimern, 2:2 zu Hause im Nordderby gegen dieses kleine Fischerdorf, südlich von Hamburg. Dann ein 2:0 Auswärtserfolg bei Darmstadt 98 und dann ein dreckiges, aber verdientes 1:0 zu Hause gegen Augsburg, dazu eine ganze Weile wegen einer roten Karte in Unterzahl. 8 Punkte in vier Spielen, nicht schlecht, man denkt es geht langsam wieder Aufwärts. Außerdem steht das Team nun nicht mehr auf Rang 18, nein wir sind auf 16 vorgerückt. „Unseren“ Relegationsplatz. und dann dieses ganze Theater drumrum. Da verliert man bald die Lust noch irgendwelche Berichte über seinen Club zu lesen.

Hoffen wir mal, dass nun alles besser wird. Allerdings, und das muss man sagen dürfen: das denke ich jedes Mal. Nach jedem Trainerwechsel, nach jedem Managerwechsel, und nun nach dem neuen Vorstandsvorsitzenden auch wieder. Irgendwann muss es doch mal wieder bergauf gehen. Andere Mannschaften mit weniger Kapital und vor allem Zuschauern, Fans, Anhängern usw. schaffen das doch auch… Nun sind wir also wieder mal dran. NUR DER HSV!

Ergänzung am 21.12.2016 – Gestern, am Dienstag, war der letzte Spieltag 2016 – Heimspiel gegen Schalke 04. Nur 50.000 Zuschauer, für Schalke erschreckend wenig, aber andererseits ein schlechter Termin, wenige Tage vor Weihnachten, unter der Woche. Na ja, egal. Einige Freunde waren entsetzt vom Spiel der Hamburger, im Fernsehen hieß es auch „kein tolles Spiel“, doch ich sehe das anders. Die Rothosen haben von Anfang an Druck gemacht. Keinen Ball verloren gegeben, keinem Zweikampf aus dem Wege gegangen. Sie haben die Knappen direkt am eigenen Strafraum angegriffen und so immer wieder Fehler provoziert. Das ganze wirkte vielleicht taktisch nicht wer weiß wie schön, aber es war Feuer drin. Das Spiel war schnell und mit Leidenschaft geführt. Schalke kam kaum zum Luft holen. Die beiden Tore fielen spät (61. und 82., N.Müller und Bobby Wood), der Anschlusstreffer zum 2:1 Endstand erst in der 91. Minute. Dazu kam allerdings noch ein leichtfertig vergebener Foulelfmeter durch Djourou. Den hätte fast jeder im Stadion mit mehr Schmackes geschossen… Aber egal. Gewonnen. Von den letzten sechs Spielen zwei mal Remis, drei mal gewonnen und lediglich eine Niederlage in Mainz am letzten Sonnabend. Eine solche Tendenz auf die ganze Saison hochgerechnet ergäbe 62 Punkte – das würde leicht für die Europa League, vielleicht sogar für die CL reichen. Heute Mittag wurde es dann offiziell bestätigt: Dietmar Beiersdorfer bleibt nicht beim HSV, nicht als Sportchef und auch in keiner anderen Position. Auch wenn es mir persönlich um ihn leid tut, vermutlich besser so, wenn endlich einmal Ruhe einkehren soll in Hamburg.